Erneut ein Toter bei Unfall in einem WM-Stadion in Brasilien

Ein neuer Todesfall überschattet die Bauarbeiten an den Stadien für die Fussball-WM 2014 in Brasilien. Durch einen Unfall kam nach offiziellen Angaben auf der Baustelle der Arena in Manaus ein Mensch ums Leben. FIFA-Präsident Joseph Blatter spricht über Twitter sein Beileid aus.

Panorama-Bild über Stadion in Manaus.

Bildlegende: Der Ort des Geschehens: Im Stadion von Manaus wird die Schweiz am 25. Juni gegen Honduras antreten. Keystone

Auf der Baustelle des WM-Stadions im brasilianischen Manaus ist ein Arbeiter tödlich verunglückt. Der Mann sei aus 35 Metern Höhe abgestürzt und im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, berichtete das Nachrichtenportal G1.

Bei den Bauarbeiten vor der WM in Brasilien sind damit insgesamt bereits fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Arbeiten an der Arena da Amazônia würden bis Montag eingestellt, hiess es unter Berufung auf die Baustellenleitung.

Der Präsident des Fussball-Weltverbandes FIFA reagierte mit Bestürzung auf die Nachricht von dem Unfall des Bauarbeiters. «Es ist sehr traurig zu hören, dass ein junger Arbeiter heute am frühen Tag in der Arena da Amazônia gestorben ist», twitterte Joseph Blatter und sprach der Familie das tiefste Mitgefühl aus.

Zuvor hatten sein Verband und das Organisationskomitee in einer gemeinsamen Erklärung der Familie, den Angehörigen, Kollegen und Freunden ihre aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck gebracht.

Erst eine Woche vor der WM-Auslosung waren beim Bau des WM-Stadions in Sao Paulo zwei Arbeiter ums Leben gekommen, als ein umstürzender Kran die Dachkonstruktion teilweise zum Einsturz brachte.

Die Spielstätte in Manaus gilt als der exotischste Stadionstandort der WM 2014. Das Stadion fasst 42'374 Zuschauer. Die Kosten belaufen sich auf schätzungsweise 605 Millionen Reais (192 Mio Euro). Die Arbeiten waren Ende Oktober zu 88 Prozent abgeschlossen. In Manaus werden vier WM-Gruppenspiele ausgetragen.