Erneut schwarzer Jugendlicher in USA von der Polizei getötet

Ein 19-Jähriger hat am Freitagabend in Madison im Bundesstaat Wisconsin einen Polizisten angegriffen und ist dann von diesem erschossen worden. Der Jugendliche hatte keine Waffe.

Polizeiwagen stehen vor einem Haus.

Bildlegende: Die Polizei in Madison hat den Tatort abgesperrt. Keystone

Der Polizist war laut dem Polizeichef zum Jugendlichen nach Hause gegangen. Dieser wurde verdächtigt, den Strassenverkehr gestört und jemanden geschlagen zu haben. Weil er von drinnen Lärm gehört habe, habe sich der Beamte gewaltsam Zugang zur Wohnung verschafft, teilte die Polizei mit.

Dort habe der Jugendliche den Polizisten angegriffen, «der seine Pistole gezogen und geschossen hat». Der Beamte habe zwar sofort Erste Hilfe geleistet, der junge Mann sei aber im Spital seinen Schussverletzungen erlegen. Nach dem Vorfall versammelten sich Demonstranten vor dem Haus, die Slogans wie «Das Leben von Schwarzen zählt» riefen.

In den vergangenen Monaten hatten mehrere Fälle die USA erschüttert, bei denen weisse Polizisten auf Schwarze schossen und sie dabei tödlich verletzten. Im August war in Ferguson ein unbewaffneter schwarzer Jugendlicher von einem weissen Polizisten getötet worden.