Erst Bomben, dann Geld: Saudi-Arabien zahlt Millionen für Jemen

Saudi-Arabien, das seit Wochen militärisch in den Konflikt im Jemen eingreift, hat den Vereinten Nationen nun 274 Millionen Dollar für ihren Hilfseinsatz zugesagt. Iran legte zudem einen Plan vor, wie der bewaffnete Konflikt beigelegt werden könnte.

Schatten einer Person, die ein Gewähr auf den Schultern trägt.

Bildlegende: Der Jemen soll wieder zum Frieden finden. Keystone/Archiv

Saudi-Arabien hat der UNO für ihren humanitären Einsatz im Jemen 274 Millionen Dollar zugesagt. Das habe König Salman angeordnet, meldete die Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf ein Dekret des Monarchen.

Das Königshaus reagiert damit auf einen Hilfsappell der Vereinten Nationen, die genau diese Summe gefordert hatten, um die mehr als 7,5 Millionen von dem Konflikt betroffenen Menschen im Jemen mit dem Nötigsten versorgen zu können.

Saudi-Arabien leitet Militärkoalition

Die Hilfsorganisationen vor Ort seien dringend auf Unterstützung angewiesen, erklärte die UNO in ihrem Aufruf an die Staatengemeinschaft. Tausenden Familien seien durch die Kämpfe vertrieben worden. Ihnen fehle es an Medikamenten, Trinkwasser und Nahrung.

Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die seit drei Wochen Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen im Jemen fliegt. Die schiitische Miliz und mit ihr verbündete Soldaten liefern sich seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa in die Hafenstadt Aden floh.

Iran legt Friedensplan vor

Zuvor legte der Iran der UNO einen Vier-Punkte-Plan zur Befriedung des kriegerischen Konflikts im Jemen vor. Dieser sieht eine Waffenruhe und eine Einstellung ausländischer Militäreinsätze vor.

Darüber hinaus sollen humanitäre Hilfeleistungen bereit gestellt werden, politische Gespräche wieder aufgenommen und eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden.

Dies führte Aussenminister Mohammed Jawad Zarif in einem Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon aus. Die Vereinten Nationen müssten sich für ein Ende der «sinnlosen Luftangriffe» einsetzen, hiess es darin zudem.