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Junker vor dem EU-Gipfel «Es brennt an allen Ecken und Enden»

Juncker
Legende: Juncker: Dort, wo es ausserhalb Europas brennt, verlängert sich die Feuersbrunst nach Europa. Reuters

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vor Beginn des heutigen EU-Gipfels in Brüssel, der sich unter anderem mit dem Migrationsproblem auf dem Kontinent beschäftigt, hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Lage der Gemeinschaft drastisch geschildert.
  • In einem ZDF-Interview räumte Juncker ein, dass die Europäische Union in tiefen Schwierigkeiten steckt.
  • Zum ersten Mal müsse die Gemeinschaft nicht nur eine Krise bewältigen. «Diesmal haben wir es mit einer Polykrise zu tun. Es brennt an allen Ecken und Enden – nicht nur an europäischen Ecken und Enden. Aber dort, wo es ausserhalb Europas brennt, verlängert sich die Feuersbrunst nach Europa.»
  • Juncker zeigte Verständnis für den Unmut einiger Bürger. Die EU habe sich zwangsläufig von den Menschen entfernt, es gebe Gräben, so wie in den Einzelstaaten auch.
  • Der Kommissionschef räumte ein, dass die EU die Flüchtlingskrise noch «nicht im Griff habe». Er verteidigte aber den «sehr oft verunglimpften» Flüchtlingspakt mit der Türkei. Dieser habe zu einem deutlichen Rückgang der Ankunftszahlen in Griechenland von über 10'000 pro Tag auf zuletzt noch 80 pro Tag geführt.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Wirz (kw)
    Das grösste Problem in der EU ist der Klassenunterschied. Die EU-Kommission ist soweit wie möglich vom Bürger entfernt und realisiert nicht, wie es dem Einzelnen auf der Strasse geht. Das Schengen-Dublin-Abkommen ist für maximal 500 Flüchtlinge pro Jahr konzipiert worden und es wurde nie den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Starken regieren und die Schwachen zahlen die Zeche. Das kann nicht gut gehen. Bin gespannt, welches Land als Nächstes austreten wird.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Es war voraus zu sehen dieser Brand - nur nicht von den Politgrössen- die alles schön reden und dem Volk erzählen , wie blühend diese EU werden wird. So wie die Araber untereinan. zerstritten sind, so zerstrit. sind die EU Staaten. Wir brauchen keine Bürokraten -EU, wir brauchen eine Wirtschafts -EU zusammen mit Russland um ein starkes eigenständiges EUROPA zu schaffen. Die Länder- Gesetze kön. dann freiwillig je nach bedarf angeglichen werden, die Handelsgesetze sind aber für Alle verbindlich.
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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Danach kommt Putin der Heiler. Der wahre Gott auf Erden. Ihm sei gebenedeit die Waffenwelt unter dem Banner der heiligen Kalaschnikow gesegnet mit Wodka. Das kann ja lustig werden. Adieu Herr Junker!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Vielleicht ist Putin sogar noch harmloser als Junker....! (smile)
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