Zum Inhalt springen

International «Ethnische Säuberungen» in Burma?

Zerstörte Häuser, über 100'000 Vertriebene: Human Rights Watch kritisiert, die Behörden Burmas hätten bei den Ausschreitungen gegen Muslime die Augen verschlossen.

Aufräumarbeiten
Legende: Bei Ausschreitungen gegen die Muslimen schauen die Behörden laut HRW grosszügig weg. Reuters/archiv

Wegen der Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya wirft Human Rights Watch (HRW) Burmas Behörden und Sicherheitskräften Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen vor.

Im Bundesstaat Rakhine am Golf von Bengalen hätten Anwohner mit Rückendeckung von Mönchen und Sicherheitskräften Muslime ermordet und 125'000 Menschen vertrieben. Das berichtete die Menschenrechtsorganisation in Bangkok.

Sanktionen sollen aufgehoben werden

Die BBC zeigte gleichzeitig Videos, auf denen burmesische Polizisten tatenlos zusehen, während Muslime attackiert und in einem Fall in Brand gesetzt werden. Die Polizei habe die Aufnahmen während der schweren Unruhen in Meiktila in Zentralburma selbst gedreht.

HRW hat die EU deshalb aufgerufen, die Sanktionen gegen das asiatische Land noch nicht aufzuheben. Die EU-Aussenminister wollten die Normalisierung der Beziehungen heute in Luxemburg beschliessen.

Dies sei voreilig, sagte der stellvertretende HRW-Asiendirektor Phil Robertson. «In dem Bundesstaat gilt nach wie vor das Ausnahmerecht.» Eine wichtige Frage sei, ob Präsident Thein Sein das Militär kontrolliere. Dies solle man berücksichtigen, wenn man beginne, über die Aufhebung von Sanktionen zu reden.

Legende: Video Vorwuerfe gegen Burma und die EU (engl.) abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.04.2013.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Wenn man über eine Religion auf dieser Erde sagen kann, dass sie den Heiligen Krieg nicht kennt, dann ist es der Buddhismus. Die Buddhisten kommen auch nicht drum herum, den aggressiven Muslimen mit Gewalt zu begegnen. Aber das trifft überall dort zu, wo der Islam in seiner Expansion auf nichtmuslimische Menschen trifft! Auch in Berlin oder Paris. Auch in Wien. Wo lebt der Islam friedlich zusammen mit nichtmuslimischen Kulturen? Wo versucht er nicht, den Islam und die Scharia einzuführen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen