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EU-Westbalkan-Gipfel in Sofia Kooperation statt Beitritt

Legende: Audio Florian Bieber: EU-Balkanerweiterung wird länger dauern abspielen.
27 min, aus Tagesgespräch vom 17.05.2018.
  • Die EU will die Länder des Westbalkans stärker an sich binden, ohne jedoch schnelle Beitritte zu versprechen.
  • Von Beitrittskandidatur oder gar Beitritt ist in der Abschlusserklärung nicht die Rede.
  • Damit müssen sich Serbien, Montenegro, Mazedonien, Albanien, Kosovo und Bosnien-Herzegowina weiterhin in Geduld üben.
Die EU-Gipfelteilnehmer in Sofia.
Legende: Die EU wird vorerst weiterhin aus 28 Mitgliedsstaaten bestehen. Reuters

Die EU will den sechs Westbalkan-Ländern Serbien, Montenegro, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Mazedonien ein neues Paket an Infrastrukturmassnahmen sowie die entsprechende Finanzierung anbieten. Konkrete Beschlüsse mit Blick auf eine EU-Mitgliedschaft gab es in Sofia aber keine.

Verstärkte Kooperation gegen Migrationsströme

Die Beziehungen in den Bereichen Verkehr, Energie, digitale Netze, Wirtschaft und Gesellschaft sollen ausgebaut werden. Verstärkt werden soll auch die Kooperation «bei der Eindämmung illegaler Migrationsströme», bei Terrorismusbekämpfung und Radikalisierung.

Legende: Video Brüssel-Korrespondent Ramspeck: «Weder EU noch Balkanstaaten sind bereit für schnelle Erweiterung» abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.05.2018.

Eine schnelle Aufnahme bis 2025 ist somit vorerst vom Tisch. Die deutsche Kanzlerin Merkel sagte nach dem Gipfel, zwar sei keine Entscheidung über Beitrittsverhandlungen gefallen. «Aber klar ist, dass alle diese Länder eine klare Beitrittsperspektive zur EU haben.»

11 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Ich kenne viele Menschen aus diesen Kulturen. Die EU-Verantwortlichen sollten sich mal, und zwar ungeoutet, mit diesen unterhalten. Dann kämen sie ganz schnell zum Schluss, dass ein EU-Beitritt oder dergleichen zurzeit aufgrund mehrerer Faktoren noch Lichtjahre entfernt ist. Wie immer, es gibt nat. auch andere...
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Auf diesem Gebiet haben sich in den letzten 100 J zwei schwerwiegende Kriege entfacht. NOGO für ein EU-Mitgliedsland.
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    1. Antwort von Johannes Rösinger (JohMuc)
      Wenn Sie sich erinnern wurde die EU genau damit Frieden herrscht gegründet. Aus dieser Sicht eine echte Erfolgsstory. Warum sollte es sich nicht auch auf die Länder auswirken?
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    2. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Weil die Länder nicht nur aus Fläche und Wirtschaft, sondern aus Menschen bestehen. Reden Sie mal mit diesen Leuten über die Nachbarschaft, über Religionsfrieden, über Klans, Wettbewerb. Wenn sie danach noch möge, dann über Problemlösung, Verantwortung, Kriegsverbrechen, ja Fairness. Oder scrollen Sie mal hier, in diesem Forum herunter, was über die Beziehung von Serbien und Albanien einfach aufs Schnelle sichtbar wird. Eine explizite Meinung erlaubt die Netiquette leider nicht.
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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic (Alex)
    Ich wüsste von den Schweizern nur zu gerne welches "fiese Spiel" die Serben eigentlich spielen?? So wie ich mich auskenne hält sich Serbien an die Friedensverträge und UNO-Resolutionen in denen vereinbart wurde dass der Kosovo integraler Bestandteil Serbiens ist und auch bleibt während die Albaner sich leider nicht an Friedensverträgen und UNO-Resolutionen halten! Also wer spielt jetzt "fieses Spiel"?? Ich würde sagen diejenigen die sich nicht an Friedensverträgen und UNO-Resolutionen halten!
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