Zum Inhalt springen

60 Jahre EU «Europa ist unsere gemeinsame Zukunft»

In Rom haben 27 Staats- und Regierungschefs ein Versprechen für die Zukunft der Europäischen Union unterzeichnet: Auf künftige Herausforderungen soll geeint reagiert werden.

Legende: Video 60 Jahre EU abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.03.2017.
  • Die EU-Regierungschefs wollen in der gemeinsam unterzeichneten Erklärung geeint auf Herausforderungen wie Terror, Migration oder auch Protektionismus reagieren.
  • Vor allem in den Bereichen Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit sollen Verbesserungen erzielt werden. Und sie wollen sich für ein starkes Europa auf dem internationalen Parkett einsetzen.
  • Sie schreiben explizit «Europa ist unsere gemeinsame Zukunft.»
  • Sie wollen die Union in die gleiche Richtung weiter entwickeln, dabei sollen aber durchaus unterschiedliche Geschwindigkeiten möglich sein.

Das grosse Defizit bei der Erklärung ist, der Weg zum Ziel wird darin nicht definiert. Das ist der Ausdruck davon, dass es genau auf diesem Weg schwierig wird und man sich nicht hätte einigen können. Jetzt müssen dem Versprechen auch Taten folgen.

Europa der zwei Geschwindigkeiten – eine diffuse Diskussion

Legende: Video Botschaft der Einigkeit aus Rom abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.03.2017.

Die Länder der EU teilen sich einfach gesagt in zwei Gruppen: Die Koalition der Willigen und die Bremser. Die Ersteren sollen vorwärts schreiten können und nicht auf die Bremser warten müssen. Das wäre eigentlich bereits heute möglich. So wie es nun in der Erklärung dokumentiert ist, beschreibt es eigentlich den Zustand von heute.

Zudem fehlt die Diskussion über die Inhalte. Es wäre zum Beispiel viel wichtiger die Debatte über die Eurozone zu führen, wie die Defizite behoben werden können. Aber diese Diskussion wird nicht geführt.

Möglicherweise wird diese Auseinandersetzung nach den Wahlen in Frankreich und Deutschland beginnen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

31 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Europa sollte sich tatsächlich finden - und die Zusammenarbeit fördern, denn nur zusammen ist Europa stark. Vorläufig lassen sich einzelne Staaten immer noch gegen einander ausspielen. Das haben die Strategen und Investoren aus den USA längst gemerkt und nutzen es aus. Die EU hingegen ist ein neoliberales Projekt, welches zwar Demokratie und Menschenrechte auf der Fahne stehen hat, deren Entwicklung aber anders läuft: die Macht des Geldes wird zementiert - Privatisierungen werden vorangetrieben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
    Wir brauchen ein geeinigtes Europa und dafür sollten wir einstehen. Denn nur ein starkes, gemeinsames Eurpoa garantiert uns Frieden und wirtschaftliche Prosperität. All jene, welche die EU verteufeln sollten eine Güterabwägung vornehmen,was sie für die Zukunft wollen. Ich bin bereit zu Gunsten eines friedlichen Eurpoas auch einen gewissen Preis zu bezahlen. Zu viele CH Bürger meinen noch immer, man könne den «5-er & das Weggli» haben.Von solchen Maximalforderungen sollten wir Abstand nehmen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aha, zuerst "spalte" man Staaten, wie z. B. Ex-Jugoslawien, um sie dann in einer EU wieder zusammen zu führen? Und Fakt ist, dass die EU Länder weiterhin spaltet. Zwischen EU-Befürwortern & EU-Gegnern, also ein Friedensprojekt, welches keines ist. Und ziemlich blauäugig zu glauben, dass nur ein gemeinsames Europa uns Frieden garantiert. Und EU = nicht ganz Europa. Nach der Wende, zusammen mit Russland als Verbündeter, wäre ganz Europa stark gewesen. Merkel & Obama haben das verhindert.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jürg Vollenweider (Jürg Vollenweider)
    Das Fernziel müsste ein europäischer Staat sein.Zur Zeit sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen Europas noch zu gross um dies zu realisieren.Wenn man jedoch in Jahrzehnten vorausdenkt, kann es gar kein anderes Ziel geben.Unter dem Namen "Vereinigten Staaten von Europa" wurde dieses Ziel immer mal wieder proklamiert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von rosi gantenbein (lara croft)
      Fernziel ist die Diktatur der Elite....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen