Falkland: 99,8 Prozent sagen Ja zu Grossbritannien

Die Bewohner der Falklandinseln haben ein Exempel statuiert. Fast einstimmig sprachen sie sich in einem Referendum für den Verbleib bei Grossbritannien aus. Das ärgert Argentinien.

Falkländer feiern den Ausgang der Volksabstimmung

Bildlegende: Breite Zustimmung: Falkländer feiern den Ausgang der Volksabstimmung Reuters

Auf den Falklandinseln fühlt man sich britisch. Das haben die Bewohner des Archipels im Südatlantik auch am Sonntag und Montag an der Urne gezeigt. In einem Referendum hat sich eine überwältigende Mehrheit für einen Verbleib bei Grossbritannien ausgesprochen.

99,8 Prozent der an der Abstimmung teilnehmenden Falkländer stimmten mit Ja. Das teilten Behördenvertreter in der Nacht zu Dienstag in der Hauptstadt Port Stanley mit. Nur drei Einwohner seien dagegen gewesen, berichtete die britische Nachrichtenagentur Press Association.

Auch die Wahlbeteiligung war beeindruckend: Rund 92 Prozent der 1672 Wahlberechtigten gingen an die Urne. Die Falklandbewohner hatten die Abstimmung selbst in die Wege geleitet. Es bestand kein Zweifel am Ausgang des Referendums.

Argentinien deklarierte das zweitägige Referendum bereits im Vorfeld als «illegal». Argentinien und Grossbritannien beanspruchen die Falklandinseln für sich. Die argentinische Militärjunta hatte am 2. April 1982 versucht, die von den Argentiniern Malvinas genannte Inselgruppe zurückzuerobern. Der bis zum 14. Juni dauernde Krieg endete für das südamerikanische Land mit einer Niederlage. 255 britische Soldaten starben, auf argentinischer Seite gab es 649 Tote.