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Sklaven aus Nordkorea Fifa bestätigt Todesfälle auf WM-Baustelle in Russland

Nach Katar, nun auch Russland: Sklaven verrichten Zwangsarbeit. Vor allem aus Nordkorea.

Bauarbeiter vor dem Stadion
Legende: Die FIFA hat von den nordkoreanischen Arbeitern in St. Petersburg gewusst. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Bau des WM-Stadions in St. Petersburg arbeiteten Zwangsarbeiter aus Nordkorea.
  • FIFA-Präsident Gianni Infantino und die FIFA wussten davon, wie Infantino selbst bestätigt.
  • Offiziell teilt die FIFA mit, bei der letzten Inspektion im März 2017 habe man auf der Baustelle keine Nordkoreaner mehr angetroffen.
  • Weiter teilt die FIFA mit, sie verurteile alle Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit ihren Aktivitäten.

Nicht nur in Katar gibt es beim Bau von WM-Stadien fragwürdige Arbeitsbedingungen. Auch in Russland haben im Hinblick auf die nächste WM 2018. Mindestens 110 Nordkoreaner auf der Baustelle des WM-Stadions in St. Petersburg gearbeitet, wo 2018 der WM-Final stattfinden wird. Das berichtete das norwegische Magazin «Josimar» unter dem Titel «Die Sklaven von St. Petersburg».

Sie mussten in eisigen und überfüllten Containern schlafen; ihre Pässe wurden beschlagnahmt und ein Teil ihres Lohnes ging demnach an die nordkoreanische Regierung.

Infantino erwähnt Todesfälle auf einer WM-Baustelle

Wie nun auch FIFA-Präsident Gianni Infantino in einem Schreiben zugibt, gab es beim Stadionbau grössere Probleme.

  • Inspektionen im September und November 2016 hätten Verstösse gegen Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften ans Licht gebracht, schreibt Infantino.
  • Auch seien Arbeiter nicht rechtzeitig bezahlt worden.
  • Die Unterkünfte hätten nicht immer den Vorschriften entsprochen.
  • Auf der Baustelle sei es zu tödlichen Unfällen gekommen.

Insbesondere die Nordkoreaner sollen Tag für Tag von sieben Uhr morgens bis Mitternacht gearbeitet haben, ohne je frei zu haben. 90 Prozent ihrer Einkommen müssen sie abgeben. Für die nordkoreanische Diktatur sind die Wanderarbeiter eine dringend benötigte Einnahmequelle, die pro Jahr bis zu zwei Milliarden Dollar einbringt.

Nicht im Detail geht Infantino auf den Vorwurf ein, bei den Wanderarbeitern aus Nordkorea handle es sich um eigentliche Sklaven. «Die FIFA ist sich bewusst und verurteilt die häufig himmeltraurigen Bedingungen, unter welchen nordkoreanische Arbeiter rund um den Globus angestellt werden», so Infantino.

Die FIFA ihrerseits teilt auf Anfrage mit, dass sie gemeinsam mit dem russischen Organisationskomitee einen Überwachungsmechanismus installiert habe, um die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen zu überwachen. Dies als Teil ihrer Bemühungen, die Menschenrechte in allen ihren Aktivitäten respektieren zu wollen.

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Der Sport hat schon lange verloren, es geht nur noch um Geld. Die korrupte Organisation genannt " FIFA " schert sich einen Dreck um diese Dinge, Hauptsache es kommt genügend Geld in die Kasse. Jeder macht mit was sich die FIFA so ausdenkt.
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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Wir müssen nicht so scheinheilig tun, meint man wirklich auf unseren Baustellen laufe wirklich alles sauber, da habe ich meine grossen Zweifel. Da sind wir immer sofort da um auf Andere zu zeigen und uns als die Grössten und Saubersten darzustellen. Zum Glück schauen bei die Gewerkschaften was so läuft, hingegen die Arbeitgeberverbände machen halbherzig mit und laufen wie die Blinden um her. Sagen wir es doch ehrlich, es geht doch hier nur darum, den Russen wieder mal in die Pfanne zu hauen.
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  • Kommentar von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
    Schaut es Euch nicht an. Geht an kein Spiel. Kauft keine Pannini-Bildchen. Alles andere ist Heuchlerei.
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