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International Flüchtlinge in zugeschweisstem Kleinlastwagen entdeckt

Die österreichische Polizei hat 24 Afghanen, die vermutlich via Ungarn unterwegs waren, befreit. Sie waren in einem Lastwagen mit bedenklich kleiner Ladefläche und ohne Luftzufuhr eingesperrt. Es habe akute Lebensgefahr bestanden, sagt die Polizei.

Weisser Kleinbus
Legende: In diesem Kleinbus sind die 24 Flüchtlinge eingepfercht gewesen. Keystone
Legende: Video Flüchtlingsprotest in Budapest abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.09.2015.

Die Polizei hat in der österreichischen Hauptstadt Wien einen mit Flüchtlingen beladenen Kleinlastwagen gestoppt, bei dem die Türen und Fenster zugeschweisst, beziehungsweise zugesperrt waren. Die 24 jungen Afghanen, die im Wagen eingeschlossen waren, seien wohlauf.

Dies teilte die Polizei nach einer Meldung der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Das Fahrzeug kam demnach vermutlich aus Ungarn, als es den Beamten in der Nacht auffiel. Vor gut einer Woche waren in einem Kühllastwagen in Österreich 71 erstickte Flüchtlinge entdeckt worden.

Akute Lebensgefahr für die Flüchtlinge

Der Fahrer des nun gestoppten Lastwagens konnte aber gestellt werden. Die seitliche Schiebetür des Fahrzeuges war von innen verschweisst worden. Auf der Aussenseite der Hecktür war ein Riegelschloss angebracht. Sämtliche Fenster waren von innen vergittert. Frischluft konnte nicht ins Innere gelangen.

Die Afghanen im Laderaum hätten nicht die Möglichkeit gehabt, sich selbst zu befreien. Ein Polizeisprecher sagte, die Ladefläche sei sehr klein gewesen – 3,35 Meter lang, 1,75 Meter breit und 1,80 Meter hoch. Es habe akute Lebensgefahr bestanden. Da der Gesundheitszustand der jungen Menschen gut gewesen sei, dürfte die Schlepperfahrt noch nicht lange gedauert haben.

EU im Kampf gegen Schlepper

Die EU will ihren Kampf gegen Schleuser im Mittelmeer ausweiten. Sie plant ab Oktober den Einsatz von sieben Kriegsschiffen, aber auch U-Booten, Drohnen und Flugzeugen. Diese sollten zunächst ausserhalb der libyschen Küstengewässer eingesetzt werden, wie die Zeitung «Die Welt» berichtet.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Ich nehme zur Kenntnis, dass 24 junge Afghanen illegal einzureisen versuchten und dies auch schafften (Weiterreise nach D im Zug oder Car). Da es sich gemäss Medien um "junge Afghanen" handelt, kann man davon ausgehen, dass es sich um 24 junge Männer handelt. Da in Afghanistan junge Frauen (auch alte) nicht so viel zählen wie bei uns, ist diese demographische Eigenwilligkeit erklärt. Was ich nicht verstehe ist, was daran rührend sein soll oder gar Begriffe wie "Teil der Schöpfung" provozieren?!
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    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      "Was ich nicht verstehe ist, was daran rührend sein soll" Nein, das verstehen Sie nicht, vermutlich werden Sie das nie verstehen.
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  • Kommentar von Peter Escher (Peter Escher)
    Grundfrage : bekommen diese, zum Glück, befreiten Menschen nicht mit, was vor ein paar Tagen passierte ..? - oder vertrauen sie einfach auf " Gut Glück " !
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    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Sie haben keine andere wahl, in Ihrer Verzweiflung. Schwer vorzustellen aber leider Realität.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Einmal mehr, das Fluechtlingsproblem ist KEIN Fluechtlingsproblem, es ist das Problem krimineller Machenschaften, falschen Versprechungen und Abzocke.. wuerde man den Migranten erzaehlen WAS auf sie wartet wuerde kein Einziger die "Flucht" antreten. Aber wenn man mir das Paradise verspricht.. ja dann werde auch ich schwach, sollte ich in einer Position der Armut sein..DAS ist normal, aber dass die Welt das Schleppertum zulaesst ist "MIT-KRIMINELL" .. , ABNORMAL!
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