Flugzeug in Russland abgestürzt – keine Überlebenden

Eine Boeing 737 aus Dubai ist beim Landeanflug auf Rostow am Don abgestürzt und ausgebrannt. Alle Passagiere und die Crew sind tot. Die Stadt liegt etwa 1000 Kilometer südlich von Moskau.

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Flugzeugabsturz in Südwestrussland

0:58 min, aus Tagesschau vom 19.3.2016

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs aus Dubai um 3 Uhr 40 Ortszeit in Südrussland sind laut russischen Behörden alle 62 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Maschine der Gesellschaft FlyDubai zerschellte am Samstagmorgen auf dem Flughafen der Stadt Rostow am Don.

Schlechte Sicht wegen Regensturm

In der Region etwa 1000 Kilometer südlich von Moskau herrschte zu der Zeit stürmisches Wetter mit Regen und schlechter Sicht. «Das Flugzeug konnte unter schwierigen Bedingungen nicht sofort landen und drehte eine Schleife.

Beim zweiten Anflug kam es zum Absturz», sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur Tass. Beim Aufprall auf die Landebahn sei die Maschine in viele Teile zerbrochen, sagte der regionale Chef des russischen Zivilschutzes.

«Wie ein Stein vom Himmel gefallen»

Für Aussagen zur Absturzursache sei es noch zu früh, sagte FlyDubai-Chef Ghaith Al Ghaith an einer Medienkonferenz in Dubai. Wie die russischen Behörden schloss er aber einen Terroranschlag aus. Beide Flugschreiber wurden inzwischen gefunden und sollen nun ausgewertet werden.

Der russische TV-Sender Rossija24 berichtete, der Pilot habe bei schlechtem Wetter auch den verhängnisvollen zweiten Landeanflug abbrechen wollen. «In dem Moment, als er eine weitere Schleife fliegen wollte, ist etwas geschehen und die Maschine stürzte ab», sagte der Korrespondent unter Berufung auf Ermittler.

Zu einem ähnlichen Schluss kamen auch Experten der Webseite flightradar24, die mit GPS-Satellitendaten arbeitet. Die Boeing 737-800 sei schon wieder gestiegen, als sie plötzlich wie ein Stein vom Himmel gefallen sei.

Vorwiegend Russen an Bord

Der Flughafen von Rostow wurde wegen der Bergungsarbeiten geschlossen. Andere Flugzeuge, die auf dem Flughafen landen wollten, wurden wegen des Wetters umgeleitet. Der russische Fernsehsender Lifenews veröffentlichte eine Passagierliste von Flug FZ981. Danach waren die meisten Fluggäste russische Staatsbürger.

Die Fluggesellschaft Flydubai teilte auf ihrer Facebook-Seite zunächst lediglich mit, beim Flug 981 von Dubai nach Rostow am Don habe es einen Zwischenfall gegeben. FlyDubai ist eine Billigfluglinie mit Sitz im Golfemirat Dubai, sie gehört nicht zur grossen Fluggesellschaft Emirates.

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