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International Frankreichs Regierung wird durchleuchtet

Im Kampf gegen Steuersünder nehmen die französischen Steuerbehörden die eigene Regierung ins Visier. Sämtliche Bankkonten werden dabei unter Lupe genommen.

Die Privatfinanzen aller Regierungsmitglieder werden in Frankreich genau durchleuchtet. Dabei handle es sich um eine Routine-Überprüfung, teilte das Büro von Budgetminister Jerome Cahuzac mit.

Sie solle sicherstellen, dass sich kein Minister der Steuerhinterziehung schuldig gemacht habe. Es gehe dabei nicht um eine spezielle Ermittlung gegen seine eigene Person, betonte der Minister.
 
Zuvor hatte das französische Enthüllungsportal Mediapart berichtet, Cahuzac habe bis vor einigen Jahren ein Konto in der Schweiz bei der Grossbank UBS geführt. Cahuzac bestreitet dies und strebt rechtliche Schritte gegen die Internetseite an.

Mögliche Regierungsumbildung

In anderen Medienberichten am Wochenende hiess es unter Berufung auf Regierungskreise, dass Frankreichs Präsident François Hollande nur sieben Monaten nach seiner Wahl eine Kabinettsumbildung in Betracht ziehe. Cahuzac sei dabei in Gefahr, hiess es weiter.
 
Die Beschuldigungen gegen Cahuzac kommen zu einer besonders ungünstigen Zeit, da die Regierung die Einkommenssteuern für Top-Verdiener deutlich erhöht und Reiche wegen ihrer Steuerflucht kritisiert hat.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Gabi Bossert, Safenwil
    " Die eigene Regierung in' s Visier nehmen ", das ist ein gesunder und richtiger Schritt. Davon können hier bei uns nur eine kleine Minderheit träumen. Wäre wohl das Spannenste, was dabei herauskommen dürfte. Ja, immer diese Steuerparadies anmächelnde Schweiz....die gerettete UBS....einfach traumhaft, wie wir mit Scheuklappen in' s 2013 laufen. Könnte schon sein, langsam verflüchtigen sich gewisse Vermögen und dann schauen wir mal, wieviel tatsächlich mit Arbeit unser Land reich gemach...
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