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International Frauen an der Macht

Von Deutschland bis Mauritius, von Brasilien bis San Marino: In 19 Ländern stehen derzeit Frauen an der Spitze von Staat oder Regierung. Dienstälteste Machthaberin ist die deutsche Kanzlerin Angela Merkel – die Marshall-Inseln werden seit Februar von einer Frau regiert. Ein Rückblick zum Frauentag.

Süchbaataryn Jandschmaa war die erste. Am 23. September 1953 übernahm die Kommunistin die Rolle der Staatspräsidentin der Mongolei. Sie gilt damit als erste Nicht-Monarchin an der Spitze eines souveränen Staates.

Zwar wird in gewissen Geschichtsbüchern Chertek Antschimaa als erstes weibliches Staatsoberhaupt vermerkt. Doch diese amtete in den 1940er-Jahren bloss als Parlamentspräsidentin einer Volksrepublik namens Tuwa – eines Gebiets im Süden Sibiriens, das zwar in der Zwischenkriegszeit als formal unabhängig galt, aber unter dem Einfluss der Sowjetunion stand.

Eine Frau regiert Indien

Erstmals nahm die breite Weltöffentlichkeit 1966 Kenntnis von einer Frau an den Schalthebeln der Macht: beim Amtsantritt Indira Gandhis als Ministerpräsidentin von Indien.

Es folgten Golda Meir in Israel und Margaret Thatcher in Grossbritannien als bedeutende Regierungschefinnen. Von Thatcher ist der Satz überliefert: «Wenn du etwas diskutiert haben willst, frag einen Mann. Wenn du etwas erledigt haben willst, frag eine Frau.» Die «Eiserne Lady» regierte Grossbritannien von 1979 bis 1990.

Wenn du etwas diskutiert haben willst, frag einen Mann. Wenn du etwas erledigt haben willst, frag eine Frau.
Autor: Margaret Thatcherehemalige britische Premierministerin

Derzeit stehen in 19 Ländern Frauen an der Staats- oder Regierungsspitze. Am längsten – seit 2005 – die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Merkel gilt als weltweit einflussreichste Politikerin. Mit Brasilien (Dilma Rouseff), Polen (Beata Szydlo), Südkorea (Park Geun-hye), Bangladesch (Hasina Wajed), Chile (Michelle Bachelet) und Norwegen (Erna Solberg) werden weitere bevölkerungsreiche oder wirtschaftlich bedeutende Staaten von Frauen regiert.

Schweden und die Niederlande noch ohne Frauenpower

In früheren Jahren legten auch grosse Länder wie Frankreich, Kanda und Australien die Macht in weibliche Hände. Die Regierungen in muslimischen Staaten wie Pakistan, Indonesien und der Türkei wurden ebenfalls schon von Frauen geführt. Erstaunlich ist hingegen, dass fortschrittliche europäische Länder wie Schweden, die Niederlande und Belgien oder auch Italien und Spanien noch nie auf Frauenpower an der Regierungsspitze setzten.

In der Schweiz amtierten bisher fünf Frauen als Bundespräsidentinnen: Ruth Dreifuss, Micheline Calmy-Rey, Doris Leuthard, Eveline Widmer-Schlumpf und Simonetta Sommaruga.

Bald eine US-Präsidentin?

Schon gewählt, aber noch nicht in Amt und Würden ist Taiwans neue Präsidentin Tsai Ing-wen. Sie wird im kommenden Mai vereidigt. Und möglicherweise wird auch das mächtigste Land der Welt bald von einer Frau regiert: Hillary Clinton hat in den USA zumindest grosse Chancen, Nachfolgerin von Barack Obama zu werden.

Internationaler Frauentag

Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und Nachbarländern organisiert. Seit 1921 wird er am 8. März gefeiert. 1977 erkannte die UNO den 8. März als Internationalen Frauentag an. Der Aktionstag 2016 steht unter dem Motto «Pledge For Parity» (Zusicherung von Gleichheit).

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Kommt schon darauf an was man erledigt haben will. Eine Strasse oder einen Flughafen bauen kommt vorallem darauf an wer es macht. Die Chinesen oder die Berliner. Und wenn du die Grenze dicht haben willst die Deutschen oder die Ungaren. Alles eine Frage der Perspektive. Und wir leben in einer Zeit wo es mehr Kochsendungen mit Männern gibt nur die stören sich nicht daran am Herd zu stehen. Sie lieben das Handwerk. Es liegt einzig an den Städten das die Frauen nun an die Spitze kommen.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    "Dienstälteste Machthaberin ist die deutsche Kanzlerin Angela Merkel." Wie man sieht, ist auch die weibliche, oder den Frauen zugeschriebene, "empathischere" Politik durchaus fähig einen ganzen Kontinent ins Chaos zu führen. In diesem Sinne halte ich diesbezügliche geschlechtsspezifische Bevorzugungen als obsolet.
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    1. Antwort von Franz Huber (R.)
      Was könnte wohl Hillary Clinton so alles "verbessern", falls sie Ende Jahr den mächtigsten Posten der Weltpolitik ergattern könnte. Da weiss ich wirklich nicht ob Trump nicht das kleinere Übel wäre.
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