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International Führender Al-Kaida-Ideologe in Jemen durch Drohne getötet

Die von Saudiarabien angeführte Koalition hat mit einem Luftschlag den Al-Kaida-Ideologen Ibrahim al-Rubaisch getötet. Er war kein Unbekannter: Nach seiner Entlassung aus Guantánamo 2006 schloss er sich dem Al-Kaida-Ableger in Jemen an.

Der führende religiöse Führer des Al-Kaida-Ablegers im Jemen, Ibrahim al-Rubaisch, ist bei einem US-Drohnenangriff getötet worden. Dies gab das Terrornetz über Twitter bekannt. Al-Rubaisch, der fast fünf Jahre lang Häftling im US-Gefangenenlager Guantánamo gewesen war, sei in der Nacht zum Montag zusammen mit anderen Dschihadisten Opfer eines Luftangriffs der von Saudiarabien angeführten Koalition geworden, hiess es in der Mitteilung. Ihre Echtheit konnte zunächst nicht überprüft werden.

Der Saudi al-Rubaisch führte den Titel eines Muftis in der jemenitischen Kaida. Er lieferte theologische Begründungen für die angebliche Rechtmässigkeit von Terroranschlägen gegen Vertreter des saudischen Königshauses. Weiter setzte er sich mit den Argumenten der monarchietreuen saudiarabischen Kleriker auseinander, die die Vorgehensweise von Al-Kaida ablehnen.

Entradikalisierung hat nichts gebracht

Al-Rubaisch erhielt in Osama bin Ladens afghanischem Lager Al-Faruk eine militärische Ausbildung. Ende 2001 wurde er in Pakistan verhaftet, an die Amerikaner übergeben und nach Guantánamo auf Kuba gebracht.

Nach seiner Freilassung 2006 wurde Al-Rubaisch in seiner saudi-arabischen Heimat in ein Entradikalisierungsprogramm aufgenommen. Bald darauf verschwand er jedoch über die Grenze zum benachbarten Jemen und schloss sich der dortigen Kaida an.

3 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die Beschäftigung mit dem Islam ist dem Westen durch den 9/11 gerdezu aufgezwungen worden. Bis dahin hatte die Pflege archaischen Brauchtums nahöstlichen Ursprungs für den westlichen Betrachter bestenfalls Unterhaltungswert, begründet in seinen teilweise skurrilen Erscheinungsformen. Gern hätte es dabei bleiben können. "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen" Das reicht hier, tiefer Einstieg in die theologischen Implikationen lohnt nicht.
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  • Kommentar von Jonas Blatter, Bern
    habe gedacht in Guantanamo seien nur Unschuldige, welche zu Unrecht von den ach so bösen USA festgehalten werden!
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Sie alle wollen ja für die Sache Allahs kämpfen und sterben, um als Märtyrer direkt ins Paradies zu kommen. Es ist immer erfreulich, wenn man ihnen diesen Wunsch erfüllen kann. Und dazu erst noch ein Talent aus Guantánamo! Mash'allah.
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