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EU-Präsident spricht Klartext Gefahr aus USA, Russland und China

EU-Ratspräsident Donald Tusk fordert von den Staats-und Regierungschefs der Union ein geschlossenes Auftreten. Die EU stehe vor grossen Herausforderungen. Sorgen bereiten Tusk die USA, China, Russland und radikale Islamisten im arabischen Raum und in Afrika.

Tusk enst schauend.
Legende: Deutlicher Appell von EU-Ratspräsident Tusk an die EU-Staats-und -Regierungschefs. Reuters / Archiv
  • Tusk fordert von den EU-Staaten Einigkeit gegenüber den USA, Russland und China. Deren Politik mache die Zukunft für Europa höchst unvorhersehbar.
  • Vor allem den Wechsel in Washington bringe die EU in eine schwierige Lage.
  • Trotz Brexit dürfe die Union nicht auseinanderfallen.
  • Tusk verlangt Massnahmen, um die EU und den Wohlstand derer Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

Die Herausforderungen, denen die Europäische Union derzeit gegenüber stünde, seien gefährlicher als jemals zuvor, seit es die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gebe. Dies schreibt EU-Ratspräsident Donald Tusk in einem Brief an die 27 Staats- und Regierungschefs der Union. Die neue Regierung der USA bringe die EU in eine schwierige Lage.

Die Herausforderungen, denen die Europäische Union derzeit gegenüber steht, sind gefährlicher als jemals zuvor seit der Unterzeichnung der Römischen Verträge
Autor: Donald TuskEU-Ratspräsident

Neben USA auch Gefahr aus Russland und China

Legende: Video Donald kritisiert Donald abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.01.2017.

Zu den aussenpolitischen Gefahren zählt Tusk aber auch China, das sich vor allem auf See immer mehr durchsetzen wolle und Russland, das gegenüber der Ukraine und anderen Nachbarstaaten aggressiv politisiere. Sorgen bereiten dem Ratspräsidenten auch die Rolle radikaler Islamisten im arabischen Raum und in Afrika.

EU darf nicht auseinanderfallen

Tusk fordert in seinem Brief weiter, der bevorstehende Austritt Grossbritanniens aus der EU dürfe nicht dazu führen, dass die restliche Union auseinanderfalle. Sonst würden die europäischen Staaten von den Supermächten USA, Russland und China abhängig werden.

Tusk fordert die Staats-und Regierungschefs zu «spektakulären Schritten» in verschiedenen Bereichen auf. Dazu zählt er den Schutz der EU-Aussengrenze, die innere Sicherheit und den Wohlstand der EU-Bürgerinnen und Bürger. Die EU solle den Wechsel in der US-Handelspolitik zu ihrem Vorteil nutzen und die Verhandlungen mit interessierten Handelspartnern verstärken. Ohne das transatlantische Bündnis zwischen den USA und der EU könnten die Weltordnung und der Frieden nicht überleben.

Vor 60 Jahren EWG-Gründung

Die 27 Staats-und Regierungschefs treffen sich am Freitag in Malta und Ende März in Rom. Sie feiern den 60. Geburtstag der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

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53 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die EU-Krise ist in erster Linie eine €-Krise. Daran krankt die Völkergemeinschaft. Weder Trump, die Chinesen oder Terroristen jeglicher Couleur haben viel damit zu tun. Die EU hätte eine wirtschaftliche Interessensgemeinschaft bleiben sollen - die politischen Verknüpfungen garantieren keinen Frieden. Und noch eine Bemerkung: Europa ist nicht gleich EU.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Hier wird psychologisches Wundenlecken geübt - ich masse mir nach wenigen Tagen Trump -Regierung nicht an, schon psychiatrische Gutachten zu erstellen . Mir scheint die Verliererpresse hat kein anderes Thema wie diesen Mann als schräg erscheinen zu lassen . Es mag kein üblicher Stil zu sein den er vertritt - Trump ist damit immerhin so wirksam, dass er in aller Munde ist und der Putin nun wie ein Weisenknabe geschont wird -denke aber nur so lange , bis eine andere Sau durch das Dorf rennt .
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  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Haha. Als wäre die EU jemals unabhängig von der Grossmacht USA gewesen. Darum schieben doch jetzt alle Panik: Der Schirmherr könnte den Schirm zumachen. Was umgeht ist die Angst vor Eigenständigkeit. Dabei kann es doch nicht schaden, wenn die EU endlich aus ihrem Teenage-Status ins Erwachsenenalter tritt.
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