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Gegen Loslösung Kataloniens Grossdemo für Spaniens Einheit

Legende: Video Marsch für die Einheit Spaniens abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.10.2017.
  • Zehntausende Menschen sind in Barcelona auf die Strasse gegangen, um für die Einheit Spaniens zu demonstrieren. Die Organisatoren sprechen von «mehr als einer Million Teilnehmer».
  • Bei ihrem Marsch durch das Zentrum der katalanischen Hauptstadt skandierten sie unter anderem «Viva España», «Ich bin Spanier» oder «Barcelona gehört zu Spanien».
  • Sie forderten auch die Festnahme des von der spanischen Zentralregierung abgesetzten separatistischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont.

Zu der Kundgebung hatte die prospanische Sociedad Civil Catalana (SCC) unter dem Motto «Wir sind alle Katalonien!» aufgerufen. In einer Mitteilung teilte die Organisation mit, man wolle dafür arbeiten, dass es zu einer Versöhnung zwischen Unionisten und Separatisten komme und in der Region im Nordosten Spaniens künftig Besonnenheit und ein friedliches Zusammenleben herrschten.

Viele Demonstranten forderten die Festnahme von Regionalpräsident Carles Puigdemont. Man wolle dafür arbeiten, dass es zu einer Versöhnung zwischen Unionisten und Separatisten kommt und in der Region im Nordosten Spaniens künftig Besonnenheit und ein friedliches Zusammenleben herrschen, teilte die SCC mit.

Madrid hatte die autonome Gemeinschaft Katalonien am Samstag unter Zwangsverwaltung gestellt, nachdem das Regionalparlament in Barcelona am Freitag einen Unabhängigkeitsbeschluss verabschiedet hatte. Ministerpräsident Mariano Rajoy beauftragte nach Medienberichten seine Vize Soraya Sáenz de Santamaría mit der Übernahme der täglichen Amtsgeschäfte in der Region.

Separatisten fallen in Wählergunst zurück

Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte zudem für den 21. Dezember Neuwahlen für Katalonien angekündigt. Bei der Neuwahl müssen die Separatisten Kataloniens nach einer Umfrage mit einem Verlust der Mehrheit im Regionalparlament in Barcelona rechnen.

Bei einem Urnengang zum jetzigen Zeitpunkt würden die drei nach Unabhängigkeit der spanischen Region strebenden Parteien zusammen auf höchstens 42,5 Prozent der Stimmen und damit 65 Sitze kommen, wie aus der jüngsten Umfrage des angesehenen Forschungsinstituts Sigma Dos im Auftrag der Madrider Zeitung «El Mundo» hervorgeht. Für die absolute Mehrheit sind mindestens 68 Sitze nötig.

Daten und Karte Kataloniens

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Eigentlich Separatiste haben gar kein Wahl, als neue Wahlen zu boykotieren. Wenn sie sich für unabhänig betrachten, dann können sie nicht an einen Wahl teil nehmen welche ein Fremde Staat angeordnet hat.
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    1. Antwort von Peter Gemperle (PGT)
      Herr Drago. Auch Sie sind einer der in Sachen Katalonien vieles nicht begriffen hat und falsches Zeugs schreibt. Wieso Sie dies tun wissen Nur Sie. Ist aber alles andere als ehrlich und konstruktiv. Von wegen "ein Fremde Staat" Katalonien gehört immer noch zu Spanien. Zeitung lesen oder sich beim SRF (das übrigens gut informiert) informieren und nicht einfach Beiträge schreiben, die nach dem eigenen Süppchen riechen.
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  • Kommentar von Carol Frei (carol)
    Ist hier von iergend jemand, von all den Kommentaren, mit Madrid/Barcelona „verbunden“. ? ..... Geschichtliches gelesen oder ähnliches? Urteilen ist einfach, als Aussenstehende. Nach meinen, Informationen, werden sie schon sehr lange Zeit benachteiligt von Madrid. Steuern zb. werden nicht entsprechend den Orten gerecht verteilt. ... Man sieht es immer und überall auf der Welt, was ist schon „gerecht verteilt“ Man weis es aber warum was änderen..... solange es dem Wohlstand gut geht ...
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Die Voraussetzungen für eine starke Wirtschaft sind auch ungleich verteilt. Das bedingt eine solidarische Haltung der Starken gegenüber den Schwachen. Fällt diese unter ein gewisses Mass, ergeben sich daraus soziale Unruhen. Ueberspannt man diese, sind wirtschaftliche Nachteile (Wegzug von Firmen und Kapital) die Folge. Es ist ein Tanz auf Messers Schneide; wird es zu einem Kampf auf Messers Schneide, dann hat der zwangsläufig schmerzliche Verletzungen zur Folge. Kat wird das zu spüren bekommen.
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  • Kommentar von Alexandr Bachtelmann (contra_linksgrün)
    Nur 300.000 Demonstranten gegen die Abspaltung, wovon viele gar nicht in Katalonien wahl- und stimmberechtigt sein dürften. Und noch mehr dürften von ausserhalbs Kataloniens herangekarrt worden sein.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Am 10. Januar 2016 wurde Puigdemont mit Unterstützung der linksnationalistischen CUP mit 70 zu 63 Stimmen bei zwei Enthaltungen zum neuen Präsidenten der Generalitat von Katalonien gewählt. In diesem Fall sind Ihnen "die Linken" wohl gerade recht, gäll?:)
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    2. Antwort von Alexandr Bachtelmann (contra_linksgrün)
      dafür sind die Sozialisten in Katalonien und Spanien gegen die Abspaltung.
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    3. Antwort von Marc Ferre (Marc75)
      Herr Bachtelmann, und Sie wissen das weil.....? Dieser abschätzende Ton zeigt woher der Wind bei Ihnen weht. Stellen sie sich vor, die Leute die heute demonstriert haben, sind Menschen, die nur Arbeiten und in Frieden leben wollen. Wie voll muss das Fass sein, damit diese heute raus sind?
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    4. Antwort von Alexandr Bachtelmann (contra_linksgrün)
      von wegen abschätzig Marc Ferre, Sie reden so wie wenn die Befürworter sich nicht auch nach Arbeit und Frieden sehnen würden.
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    5. Antwort von Marc Ferre (Marc75)
      Herr Bachtelmann alle ihre Argumente hier haben weder Hände noch Füsse. Nationalsozialismus ist alles andere als friedlich und alles andere als gut. Bona Nit.
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    6. Antwort von Peter Gemperle (PGT)
      Her Bachtelmann, links-grüner " ....wenn die Befürworter sich nicht auch nach Arbeit und Frieden sehnen würden", und nach dem Krawallen sich noch geschlagen melden und zwei Wochen "krank" einziehen. Die Spanischen Krawallmacher sind nicht besser als diejenigen von Zürich und Bern. Denn noch scheint es dass einzelne Polizisten nach grossen und tätliche Provokationen zu hart zugegriffen haben. Die Polizei m u s s sich alles gefallen lassen, nicht wahr Herr Bachtelmann, dafür bezieht sie ja Lohn.
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