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International Geheimbudget der US-Geheimdienste ist kein Geheimnis mehr

Der Fall Snowden zwingt den Spionageapparat der USA zu mehr Transparenz – allerdings nur zum Teil und nur einmal im Jahr.

Die USA ziehen Konsequenzen aus der NSA-Affäre: Künftig will der Geheimdienst mehr Informationen preisgeben. Geplant sei eine jährliche Veröffentlichung, kündigte der Nationale Geheimdienstdirektor, James Clapper an.

Darin soll unter anderem aufgeführt werden, wie häufig Telekomfirmen per Gerichtsbeschluss dazu gezwungen würden, Nutzerdaten weiterzugeben. Zudem wolle man die Zahl der Betroffenen bekanntgeben.

Mehr als 100'000 Angestellte im Spionageapparat

Ebenfalls durch Snowden wurden jetzt die Budgets der Geheimdienste bekannt. Demnach liegen die Ausgaben für die 16 Spionagebehörden pro Jahr bei 52,6 Milliarden Dollar (48,7 Milliarden Franken), berichtet die «Washington Post». Sie beruft sich auf ein Papier des Ex-Geheimdienstmitarbeiters.

Er stellt den Auslandsgeheimdienst CIA als mit Abstand grösste Einrichtung dar. Für ihre Operationen werden rund 14,7 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Franken) veranschlagt. Die NSA hat laut dem Bericht ein Budget von 10,3 Milliarden (9,5 Milliarden Franken).

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2 Kommentare

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  • Kommentar von L. Dubs, Lyss
    Die Karte mit den orange eingefärbten und überwachten Ländern ist ja wohl ein schlechter Witz. Laut news.ch hat die NSA über die Telekomfirmen Zugang zu 75% des US-Internetverkehrs. Ausserdem werden die Unterseekabel angezapft, da ist ganz Europa betroffen und nicht nur Länder wie Jemen und Jordanien. Liebe SF-Journalisten, wieso übernehmt ihr Quellen und veröffentlicht sie ungeprüft? Der Guardian ist ja wirklich nicht für seriösen Journalismus bekannt...
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Es heisst im Titel "Top 5 der überwachten Staaten". Alle anderen sind auf Platz 6 - Deutschland ist gleich böse wie Afgahnistan - ja, und das ist tatsächlich so :D
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