Geisel-Befreiung in Jemen endet tödlich

Ein Journalist aus den USA und ein Hilfswerkmitarbeiter aus Südafrika wurden bei einem Einsatz der US-Armee gegen Al-Kaida getötet. Die beiden waren vor mehr als einem Jahr von den Extremisten entführt worden.

Luke Somers mit einer Fotokamera

Bildlegende: Der US-Fotoreporter Luke Somers kam beim Versuch der US-Armee, ihn zu befreien, ums Leben. Keystone/Archiv

Ein Befreiungsversuch der US-Armee in Jemen hat am Freitag einen fatalen Ausgang genommen. Ein entführter US-Journalist und ein südafrikanischer Lehrer kamen bei der Aktion, die gemeinsam mit jemenitischen Streitkräften durchgeführt wurde, ums Leben.

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf einen US-Offiziellen, der Fotojournalist Luke Somers sei bei der Aktion in der Provinz Schabwa im Süden des Jemens von seinen Entführern angeschossen worden. Auf dem Weg zu einem US-Militärschiff sei er seinen Verletzungen erlegen.

Al-Kaida hatte Somers vor mehr als einem Jahr in der Hauptstadt Sanaa entführt. Am Donnerstag drohten die Extremisten in einem Internetvideo damit, ihn innerhalb dreier Tagen zu töten.

Bei der zweiten getöteten Geisel handelt es sich nach Angaben der Hilfsorganisation Gift of the Givers aus Südafrika um den südafrikanischen Lehrer Paul Korkie. Dieser hätte eigentlich einen Tag später freigelassen werden sollen.