Genfer Syrien-Gespräche in der Sackgasse

Die syrischen Friedensverhandlungen in Genf stecken nach Einschätzung der Opposition fest. Oppositionssprecher Luai Safi sagte in der Nacht, das Regime von Präsident Baschar al-Assad wolle die Verhandlungen zum Scheitern bringen.

Safi zeigt mit dem Finger auf die Kamera.

Bildlegende: Luai Safi glaubt, die syrische Regierung wolle die Verhandlungen scheitern lassen. Keystone

Safi warf Russland vor, das Assad-Regime blind zu unterstützen. «Russland muss die Interessen des syrischen Volkes zu seiner Priorität machen und nicht die Interessen eines Regimes, das untergeht.»

Getrenne Verhandlungen

Für heute sind in Genf getrennte Sitzungen des UNO-Vermittlers Lakhdar Brahimi mit den Delegationen von Opposition und Regierung geplant. Beide Parteien streiten, wie ein Friedensplan umgesetzt werden soll.

Die Regierung verlangt, dass zuerst alle Waffen schweigen und ausländische Kämpfer abziehen müssen. Erst danach soll über eine Übergangsregierung gesprochen werden. Die Opposition lehnt das ab und verlangt eine sofortige Regierungsbeteiligung.

Keinen Durchbruch in diesem Streit brachte ein Treffen von Brahimi mit US-Staatssekretärin Wendy Sherman und dem russischen Vize-Aussenminister Gennadi Gatilow. Russland steht im Syrien-Konflikt an der Seite des Regimes, die USA unterstützen die Opposition.

Feuerpause verlängert

Ein Hoffnungsschimmer für die Menschen von Homs. Die Bewohner der umkämpften syrischen Stadt Homs erhalten länger Hilfe. Die Bürgerkriegsparteien haben sich darauf geeinigt, die Feuerpause zu verlängern. Mehr dazu hier.