Zum Inhalt springen

International Gericht fordert Freilassung Mubaraks

Ein Gericht in Kairo hat in einem Korruptionsverfahren gegen Ex-Präsident Hosni Mubarak ein Ende der Haft angeordnet. Das Gefängnis konnte der 85-Jährige trotzdem nicht verlassen. Er sitzt noch wegen eines weiteren Verfahrens in Untersuchungshaft.

Ein Kairoer Gericht hat in einem Verfahren gegen Hosni Mubarak dessen Freilassung angeordnet. Aus Justizkreisen verlautete, das Gericht habe das Verfahren wegen der illegalen Verwendung öffentlicher Mittel bei Bauprojekten durch die Mubarak-Familie an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben.

Zur Begründung hiess es, die Anklage solle noch auf vier weitere Beteiligte ausgedehnt werden. Damit müsse die in diesem Verfahren verhängte Untersuchungshaft für Mubarak aufgehoben werden.

Laut Pascal Weber steht tatsächlich die Möglichkeit im Raum, dass der Ex-Präsident bald auf freien Fuss gesetzt werden könnte. «Das sind allerdings im Moment noch Spekulationen», so der SRF-Korrespondent.

Mubarak bisher nicht rechtskräftig verurteilt

Vorerst bleibt der «weisse Pharao» weiter in Haft. Gegen ihn läuft noch ein weiteres Korruptionsverfahren. Wird Mubarak in diesem Fall auch von der Haft verschont, könnte er freikommen.

Legende: Video Einschätzungen von Pascal Weber. abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.08.2013.

Sollte dieser Fall eintreten, könnte die Gewalt im Land noch einmal zunehmen. Denn «eine Freilassung würde auf Seiten der Muslimbrüder die Wut ins Unermessliche steigern», ist sich Pascal Weber sicher.

Im Hauptverfahren, wegen der Beteiligung an der Tötung von mehr als 800 Demonstranten, ist die maximale Dauer der Untersuchungshaft für Mubarak abgelaufen. Bisher wurde er in keinem Verfahren rechtskräftig verurteilt.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.