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International Germanwings: Das Protokoll zu den beiden Medienkonferenzen

Die französische Staatsanwaltschaft, Lufthansa- und der Germanwings haben zur dramatischen Wende bei den Ermittlungen Stellung genommen. Lesen sie hier nochmal den Liveticker.

  • Der Co-Pilot liess das Flugzeug bewusst abstürzen.
  • Die Behörden gehen von einer willentlichen Tötung aus.
  • Der Co-Pilot hatte seine Ausbildung während mehreren Monaten unterbrochen
  • «Kein System der Welt kann so etwas verhindern», sagt Lufthansa-CEO Carsten Spohr.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 15:09

    Die Pressekonferenz ist beendet.

  • 15:09

    Lufthansa-CEO Carsten Spohr erklärt, wie ein Pilot Zutritt zum Cockpit erhält. Und was passiert, wenn ein Pilot im Cockpit alleine ist und das Bewusstsein verliert.

    Legende: Video Spohr erklärt, wie die Türsicherung funktioniert abspielen. Laufzeit 2:11 Minuten.
    Vom 26.03.2015.
  • 15:06

    Ob das in den Medien verbreitete Bild des Co-Piloten tatsächlich der Co-Pilot sei, fragt eine Journalistin. Das kommentiere man nicht, sagt Germanwings-CEO Thomas Winkelmann, man wolle die Privatsphäre der Betroffenen schützen.

  • 15:05

    Hat die Kabinenbesatzung die Möglichkeit, so etwas wie einen Notruf abzusetzen, fragt ein Journalist. Die Kabinencrew kenne den Code für den Zutritt zum Cockpit, sagt Spohr. Doch einen Notruf könnten nur die Piloten absetzen, um im Cockpit tätig zu sein, brauche es eine Lizenz.

  • 15:02

    Es handelt sich um einen tragischen Einzelfall, sagt Lufthansa-CEO Carsten Spohr.

    Legende: Video Spohr: Einzelereignis lässt sich nicht ausschliessen abspielen. Laufzeit 3:04 Minuten.
    Vom 26.03.2015.
  • 14:58

    Es gebe immer eine Meldepflicht, wenn es bei einem Flug oder einem Piloten besondere Vorkomnisse gebe, antwortet ein Lufthansa-Mitarbeiter auf die entsprechende Frage.

  • 14:57

    Was mit der Haftung sei, fragt ein Journalist. Man unterstütze die Familien mit Soforthilfe, antwortet Spohr. Auf die Haftungsfrage antwortet er nicht direkt.

  • 14:56

    Man habe Hinweise darauf, dass es beim Co-Piloten schon auf dem Hinflug zu Auffälligkeiten gekommen sei, sagt eine Journalistin. Dazu habe man keine Informationen, sagt Spohr.

  • 14:55

    Welche Konsequenzen hat die Tat auf das Screening der künftigen Piloten, fragt eine Journalistin. Er habe Vertrauen in die Piloten und in die Pilotenausbildung, wiederholt Spohr. Trotzdem werde man sich mit den Luftfahrt-Experten und Experten der Bundesregierung zusammen setzen und überlegen, was man bei Auswahl und Ausbildung besser machen könne.

  • 14:54

    Wenn immer es zur Ausbildungsunterbrechung kommt, stellen wir die Eignung erneut fest, wenn die Person die Ausbildung wieder aufnimmt, wiederholt Spohr auf eine Journalistenfrage hin.

  • 14:53

    «Alle unsere Piloten und Angestellten erhalten psychologische Hilfe, wenn sie Hilfe möchten.»

  • 14:52

    Der Co-Pilot war im Besitz einer gültigen Lizenz, antwortet Spohr auf die entsprechende Frage eines Journalisten.

  • 14:51

    Auf die Frage eines Journalisten sagt Spohr: «Wir haben bei der Lufthansa ein Prozedere, das den Piloten unter gewissen Umständen erlaubt, das Cockpit zu verlassen – schon aus biologischen Gründen.» Das sei nach Erreichen der Reiseflughöhe. «Der Pilot hat also vorbildlich gehandelt, als er das Cockpit in jenem Moment verlassen hat.»

  • 14:49

    Spohr wiederholt die Aussagen des deutschen Innenministers. Es gebe keine Anzeichen auf Terror.

  • 14:48

    Lufthansa-CEO Carsten Spohr

    Legende: Video Lufthansa-CEO Carsten Spohr ist fassungslos abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
    Vom 26.03.2015.
  • 14:46

    Es gibt einmal im Jahr eine medizinische Untersuchung, antwortet Spohr auf eine Frage. Explizite regelmässige psychologische Untersuchungen gebe es nicht.

  • 14:45

    Es gelte die medizinische Schweigepflicht, sogar über den Tod hinaus, sagt Spohr zu den Gründen für die Unterbrechung der Ausbildung.

  • 14:45

    Warum der Co-Pilot die Ausbildung unterbrochen habe, könne er nicht beantworten, sagt Spohr. Eine Unterbrechung sei aber nichts ungewöhnliches.

  • 14:44

    Gab es keine Möglichkeit, dass der Pilot wieder ins Cockpit gelangen konnte, fragt ein Journalist. Die Türen sind nach dem 11. Sept. gepanzert worden, antwortet Spohr, um einen Zutritt zum Cockpit gegen der Wunsch der Cockpit-Besatzung nicht möglich zu machen.

    Wenn der Pilot aber im Cockpit beispielsweise bewusstlos würde, kann die Crew einen erweiterten Code eingeben. Darauf geht ein Alarm los im Cockpit. Wenn darauf nicht reagiert wird, geht die Cockpit-Tür automatisch auf. Aber wenn die Person im Cockpit darauf reagiert und den betreffenden Schalter im Cockpit auf «Lock» stellt, kann die Person ausserhalb des Cockpits nichts machen. Was genau bei der Germanwings-Maschine passiert ist, wissen wir nicht.

  • 14:41

    Das ist das furchtbarste Eregnis der 60-jährigen Geschichte der Lufthansa, sagt der CEO der Lufthansa.

66 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Gmür, Via al Bosco 75 , CH - 6974 Aldesago
    Egregi Signori, gentili Signore, Wartete der Co-Pilot möglicherweise seit Wochen auf den Moment allein im Cockpit zu sein ? Hätte es ein früherer oder spätere Flug treffen können. Meinerseits habe ich das Himmeltraurigste andersweitig erlebt und ich empfehle den Leidtragenden die fremde Hilfe sorgfältig zu dosieren, um eine Abhängigkeit zu vermeiden. Guten Mutes, Paul Gmür
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Doch. Hätte der Pilot von aussen Zutritt zum Cockpit gehabt, hätte er womöglich das Schlimmste verhindern können. Warum müssen immer tragische Unfälle ein "LehrbläZ" für Verbesserungen von Sicherheitsvorkehrungen sein? Warum mussten bei 9/11 3000 Menschen sterben, bis die Türe zum Cockpit von aussen nicht mehr geöffnet werden konnten? Diese "Verbesserung" wurde leider für 150 Fluggäste zum tragischen Verhängnis und wird nun ein "Lehrblätz" für weitere Verbesserungen.
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    1. Antwort von Laura Kohler, Zürich
      Und was ist jetzt die Konsequenz daraus? Wollen Sie jetzt den Umstand anprangern, dass man vor 9/11 die Türe ohne Zustimmung aus dem Cockpit von aussen öffnen konnte, oder wollen Sie jetzt den Umstand anprangern, dass man sie heutzutage nicht mehr ohne Zustimmung aus dem Cockpit öffnen kann? Oder gleich beides?
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    2. Antwort von Hans Müller, Bern
      Die Lösung, wie unten beschrieben, liegt in der Vorschrift, dass immer 2 Personen im Cockpit sein müssen. Ein Mensch muss es richten.
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    3. Antwort von M. Keller, Thurgau
      L. Kohler: als man noch mit einer 3er-Cockpit-Besatzung geflogen ist, waren Überfälle wie bei 9/11 möglich, noch das ein Pilot ausgespert werden konnte... Auch war es damals unmöglich, das ein Pilot alleine das Flugzeug mutwillig zum Absturz bringen konnte. Die Arbeitslast war - trotz viel mehr "manuellen" Aufgaben - für ALLE geringer, der Stress somit weniger. Was sollten wir also draus lernen? Richtig. Ein Pilot, aber der psychiatrisch unbedenklich, sollte reichen... Oder etwas anderes?
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  • Kommentar von Regula Cuche, Buchs ZH
    Ich bin ob des Ausmasses dieses Unglücks fassungslos und traurig. Ich denke vor allem an die Familien, Freunde. Und frage mich auch, wie schrecklich es gerade sein muss für die Familie des Co-Piloten.
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