Giftbrief: FBI entdeckt Rizin im Haus des Verdächtigen

Rizin an einer Staubschutzmaske und anderen Gegenständen. Die US-Bundespolizei hat Spuren des tödlichen Gifts im Haus eines Verdächtigen nachgewiesen. Der Mann befindet sich bereits in Haft.

Sheriffs untersuchen das Grundstück eines Verdächtigen in Mississippi.

Bildlegende: Sheriffs untersuchen das Grundstück des Verdächtigen im Bundesstaat Mississippi. Reuters

Im US-Bundesstaat Mississippi wird es für einen 41jährigen Mann ungemütlich: Bei ihm zuhause hat das FBI Spuren des tödlichen Pflanzengifts Rizins entdeckt.

Der 41jährige Beschuldigte aus Tulepo bestellte laut FBI im Internet Samen. Diese werden benutzt, um Rizin herzustellen. Rizin lähmt bei Verschlucken die Atemwege und wirkt schon in kleinsten Dosen tödlich.

Der Mann wurde vergangenen Samstag verhaftet. Er wird verdächtigt, Giftbriefe an Barack Obama und den Senator Roger Wicker geschickt zu haben. Auch ein Richter im Bundesstaat Mississippi erhielt einen Brief mit Rizin. Die Briefe wurden in Poststellen abgefangen, bevor sie in die Nähe der Adressaten gelangen konnten. Der Fund der gefährlichen Kuverts hatte wegen der zeitlichen Nähe zum Anschlag auf den Marathon in Boston für Nervosität gesorgt.

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Rizinspuren entdeckt (unkomm.)

0:20 min, vom 1.5.2013