Zum Inhalt springen

International Griechenland-Poker: Die Ereignisse vom Mittwoch im Liveticker

Die Finanzminister der Euro-Zone haben ihre Gespräche zur Lösung der Griechenland-Krise ohne Ergebnis vertagt. Sie sollen am Donnerstag um 13 Uhr weitergeführt werden. Das waren die dramatischen Stunden in Brüssel.

  • Mangels Ergebnissen aus den Vor-Beratungen zwischen Geldgebern und griechischer Regierung haben die Euro-Finanzminister ihre Beratungen am Abend auf Donnerstag, 13 Uhr vertagt.
  • Gespräche zwischen EZB, IWF, EU-Kommission und Alexis Tsipras über eine Grundsatz-Einigung werden in der Nacht weitergeführt.
  • Differenzen soll es insbesondere bezüglich Schuldenverlagerung auf den ESM, bei der Mehrwertsteuer, den Renten und den Rüstungsausgaben geben.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 23:37

    Ein Tag ohne Ergebninsse

    Verhandlungs-Debakel in Brüssel. In der letzten Woche vor der drohenden Staatspleite Griechenlands endeten die Gespräche zwischen Geldgebern und Athen ergebnislos. Die Euro-Finanzminister vertagen ihre Beratungen in der Folge mangels Verhandlungsgrundlagen. Schlimmer geht's nimmer! – Immerhin: Geldgeber und Tsipras wollen bis zum Morgen weiter um eine Grundsatzeinigung ringen. Um 13 Uhr wollen die Finanzminister dann einen neuen Anlauf nehmen. – Damit schliessen wir den Liveticker.

  • 23:16

    Hofft Tsipras auf Merkel?

    Die bisher gescheiterte Annäherung zwischen der griechischen Regierung und den Geldgebern dürfte auch den morgigen EU-Gipfel überschatten. Eigentlich wollten die Staats- und Regierungschefs ein positives Griechenland-Ergebnis nur noch absegnen. Das heutige Scheitern der Gespräche zwischen Geldgeber-Institutionen und Griechenland sowie die Vertagung der Eurogruppen-Beratungen könnten nun die Politik zwingen, den Gordischen Knoten zu durchschlagen. In Brüssel wird bereits spekuliert, Alexis Tsipras habe genau das beabsichtigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse es richten, war in Athen auffällig oft gefordert worden.

  • 22:12

    Verbleib in der Euro-Zone bleibt das Ziel

    «Wir wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt», sagte Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici am Abend in Brüssel. «Daran werden wir heute Nacht und morgen arbeiten.»

  • 21:56

    Gläubiger hoffen auf Verhandlungsgrundlage bis zum Morgen

    «Wir haben die Minister nur über den bisherigen Fortschritt unterrichtet. Leider haben wir noch keine Einigung erzielt, aber wir sind entschlossen, weiterzumachen», sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in Brüssel. Der Finne Stubb betonte, die Finanzminister bräuchten eine Vorlage. «Wir werden sehen, ob wir morgen früh einen Vorschlag haben», sagte er

  • 21:11

    Tsipras und Gläubiger verhandeln weiter

    Anders als die Finanzminister wollen die Geldgeber-Institutionen und Ministerpräsident Alexis Tsipras noch heute für weitere Gespräche zusammenkommen. Laut Diplomaten sind diese für 23 Uhr geplant.

  • 20:59

    Gespräche der Finanzminister vertagt

    Das Treffen der Euro-Finanzminister ist vorerst beendet. Die Gespräche sollen laut dem finnischen Ressortchef Alexander Stubb am Donnerstag um 13.00 Uhr fortgesetzt werden. Erst muss sich Athen jedoch mit den Gläubigern über Reformen und Sparmassnahmen einig werden.

  • 20:28

    Tsipras gibt nicht auf

    Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wird nach dem Treffen der Euro-Finanzminister seine Gespräche mit den Gläubigern fortsetzen. Dies sagte ein Regierungsvertreter in Brüssel.

    Tsipras mit ernster Mine in einem Auto.
    Legende: Vorerst hat Alexis Tsipras die Gespräche mit den Gläubigern verlassen. Reuters
  • 20:26

    Jetzt tagen auch die Finanzminister

    Ungeachtet der bisher ergebnislosen Gespräche zwischen EZB, IWF, EU-Kommissionspräsident Junker und Griechenland haben die Euro-Finanzminister ihre Gespräche mit einiger Verspätung aufgenommen. Während der deutsche Wolfgang Schäuble vor Beginn der Gespräche eine Einigung als unwahrscheinlich bezeichnete, zeigten sich andere Finanzminister vorsichtig optimistisch. «Es gibt den politischen Willen, zu einer Vereinbarung zu kommen», betonte beispielsweise der spanische Ressortchef Luis de Guindos.

    Varoufakis am Verhandlungstisch.
    Legende: Am Eurogruppen-Treffen der Finanzminister nimmt auch der Grieche Yanis Varoufakis teil. Reuters
  • 20:16
    Legende: Video «Die Kantine hat schon mal bis Mitternacht verlängert» abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
    Vom 24.06.2015.
  • 19:42

    Schäuble glaubt nicht mehr an Einigung

    Laut dem deutschen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat es seit Montag keine entscheidenden Änderungen der Situation gegeben. «Der Stand der Vorbereitungen ist nicht so, dass wir optimistisch sein können, dass wir heute ein Ergebnis erzielen», sagte Schäuble am Abend in Brüssel.

  • 19:35

    Gespräche voraussichtlich bis in die Nacht

    Die Beratungen zwischen EU-Kommission, EZB, IWF und Griechenland dürften sich gemäss Kommissions-Vize Valdis Dombrovskis bis tief in die Nacht hinziehen. Es gebe Fortschritte, aber auch weiter offene Fragen. Ob es heute noch zum angestrebten Grundsatz-Abkommen kommt, ist unsicher. Ein solches ist die Voraussetzung für eine Entscheidung der Euro-Finanzminister, die einer Auszahlung der dringend benötigten Milliardenhilfen den Weg ebnen könnte.

  • 19:24

    Euro-Finanzminister auf der Wartebank

    Der slowakische Finanzminister Peter Kazimir bestätigt die Verzögerung im Schulden-Krimi. Die Euro-Finanzminister warten demnach weiter auf eine
    Einigung bei den Beratungen von Kommission, EZB, IWF und Griechenland.

  • 19:15

    Knackpunkt Schuldenverlagerung

    Wie lange die Gespräche zwischen den Geldgebern und dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras heute weitergeführt werden, ist offenbar völlig offen. Dies heisst es aus Diplomatenkreisen. Einer der Knackpunkte sei, dass Athen eine Verlagerung der Schulden auf den Euro-Rettungsschirm ESM verlange. Das lehnten die Geldgeber ab.

  • 18:49

    Nervenschlacht geht weiter – Treffen der Finanzchefs verspätet sich

    In 15 Minuten sollte eigentlich das Treffen der Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel beginnen. Doch offenbar gibt es noch immer keine grundsätzliche Einigung über ein Reform- und Sparpaket zwischen Athen und den Geldgebern. Es gebe eine Menge ungelöster Probleme, verlautete aus der griechischen Delegation am frühen Abend.

  • 17:56

    Griechenland will Schuldenerleichterung

    Die griechische Regierung will nach Angaben eines Vertreters Athens über eine Schuldenerleichterung sprechen. Die Gläubiger wollten jedoch zuerst eine Einigung über Reformen. Die Gespräche zwischen Regierungschef Tsipras und den Geldgebern sind immer noch im Gang. Für eine Vereinbarung, die den Finanzministern als Grundlage für eine Einigung dienen soll, bleibt nun noch eine Stunde.

  • 17:54

    Stockende Verhandlungen beunruhigen Börsen

    Die schwindenden Aussichten auf einen Verhandlungserfolg in Brüssel haben sich heute auch an den europäischen Börsen bemerkbar gemacht. In Frankfurt schloss der Dax 0,62 Prozent tiefer, nachdem er während der letzten Tage in der Hoffnung auf eine Lösung noch zugelegt hatte. Und auch der SMI schloss 0,61 Prozent tiefer. Nach einer zuerst leicht positiven Eröffnung rutschte die hiesige Börse ab, als durchsickerte, dass die Geldgeber Griechenlands die Sparvorschläge nicht akzeptieren dürften.

  • 17:49

    Verhärtete Fronten auch nach stundenlangen Verhandlungen

    Die Vorschläge der Gläubiger sind nach Ansicht eines griechischen Regierungsvertreters in der jetzigen Form nicht akzeptabel. Die Verhandlungen dauerten aber an. Die Regierung Tsipras hoffe nach wie vor auf ein Abkommen. Dafür ist jedoch bis zum Finanzministertreffen um 19 Uhr eine grundsätzliche Einigung zwischen Regierungschef Tsipras und den Gläubigern nötig.

  • 17:35

    «Auch Gläubiger müssen sich bewegen»

    Der griechische Reformplan darf sich nach Ansicht von IWF-Chefin Christine Lagarde nicht alleine auf Steuererhöhungen stützen. Auch die
    europäischen Gläubiger müssten sich bewegen, um sicherzustellen,
    dass die Schuldenlast tragbar sei. Zugleich sagt Lagarde in einem Interview mit einem französischen Magazin, dass sie keinen Grexit wolle.

  • 17:12

    Griechischer Angriff auf Schweizer Behörden

    Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis legt sich mit den Schweizer Behörden an. In einem Exklusiv-Interview mit der «Rundschau» kritisiert Varoufakis, die Schweiz liefere nur begrenzte Informationen über Steuerflüchtlinge aus Griechenland. Der Ball liege bei Griechenland, heisst es dazu vom Bund.

  • 17:00

    Die Zeit wird knapp

    In zwei Stunden sollen sich in Brüssel die Finanzminister der Euro-Zone treffen, um den Weg zur Auszahlung von Milliardenhilfen zu ebnen. Bis dahin ist eine grundsätzliche Einigung über ein Reform- und Sparpaket zwischen Athen und den Geldgebern nötig. Nach wie vor ist aus Verhandlungskreisen in Brüssel jedoch zu vernehmen, eine solche gebe es bisher nicht.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Lampe, Bern
    Tsipras und Varoufakis spielen Finanzamerikanerlis. Wer gewinnt in letzter Sekunde. Schäuble hat den klaren Blick. Warum dieser Aufwand für einen Partner der nicht fair ist gegenüber den übrigen EU Staaten? Miliarden bei den griechischen Miliardären holen und nicht andere Länderkassen plündern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von F.Müller, Biel
      Die Deutsche Wirtschaft hat von Europa letztendlich am meisten profitiert und genau davor haben die Deutschen Angst, dass sie in Zukunft nicht mehr gleich profitieren könnten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marcel Chauvet, Neustadt
      @Müller: Was hat die Zukunft der deutschen Wirtschaft mit Zipras und Varoufakis zu tun? Dass womöglich der Euro teurer wird, wenn der Grexit kommt? Jedes Land hat in der EU gleiche wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Wenn man nichts aus sich machen will und es vorzieht, sich von anderen alimentieren zu lassen wie die Griechen, ist man selber schuld.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Escher, Leuk - Stadt
    " morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle ...!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser, Rebstein
    Die EU wird zahlen müssen , sagte das schon vor 2 Jahren hier , alleine für die Grundversorgung der Griechen sind jährlich 30 Milliarden Euro fällig . Das wird ca. 10 Jahre dauern bis die Griechen aus dem Schneider sind, wenn die EU nicht zerfallen will , die Schlaumeier in der EU möchten noch abwarten was England macht . Wenn die Austreten ist die EU Geschichte, was ja ganz im Interesse der USA ist -siehe Säbelrasseln im Osten . Denn dann kann GL schweres Material der Russen aufbewahren .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen