Griechische Beamte verschieben Milliarden ins Ausland

1,5 Milliarden Euro haben griechische Beamte und Staatsangestellte in den letzten vier Jahren ins Ausland verschoben. Das griechische Finanzministerium will nun genau prüfen, woher das Geld kam und wohin es ging.

Mann mit Aktentasche neben griechischer Fahne.

Bildlegende: Im Fokus stehen offenbar über 300 Beamte, von denen jeder mehr als 600'000 Euro ins Ausland überwiesen habe. Keystone

Steuerhinterziehung und Schmiergelder machen der griechischen Wirtschaft zu schaffen. In den vergangenen vier Jahren haben 5260 Beamte und andere Staatsbedienstete rund 1,5 Milliarden Euro ins Ausland überwiesen, teilte das Ministerium für Verwaltungsreform in Athen mit.Kontrolleure des Finanzministeriums prüften jetzt die Transaktionen und die Herkunft der Gelder.

«Ding der Unmöglichkeit»

An der Spitze der Liste stünden 329 Beamte. Jeder von ihnen habe mehr als 600'000 Euro ins Ausland transferiert, hiess es in der griechischen Presse. Es sei ein «Ding der Unmöglichkeit», weil diese Gelder bei weitem ihre gesamten Verdienste in mehr als zehn Jahren überträfen.

Steuerfahnder sagten, dies deute darauf hin, dass es sich um Schmiergelder handle. Der griechische Minister für Verwaltungsreform, Kyriakos Mitsotakis, wolle nun diese Beamten zur Rechenschaft ziehen, teilte das Ministerium mit.