Hausarrest für Musharraf wird verlängert

Ein Gericht in Pakistan hat den früheren Militärherrscher Pervez Musharraf für weitere zwei Wochen unter Hausarrest gestellt. Eine Klage gegen ihn wurde zwar zurückgezogen. Doch es sind weitere Verfahren hängig.

Zerrissenes Wahlplakat von Musharraf hängt an einer Mauer.

Bildlegende: Er kam zurück in sein Land, um es zu regieren. Nun ist Musharraf in der Mühle der Justiz. Reuters

Pervez Musharraf bleibt unter Hausarrest. Das Gericht für Terrorstraftaten in der Hauptstadt Islamabad werde sich erst am 1. Juni mit dem Fall Musharraf befassen. Dies sagte ein Sprecher von Musharrafs Partei.

Zuvor hatte der Kläger, der Musharraf die Freiheitsberaubung von Richtern im Jahr 2007 vorwirft, seine Klage zurückgezogen.

Der Oberste Gerichtshof Pakistans prüft allerdings ein Verfahren gegen Musharraf wegen Hochverrats, weil er 2007 die Verfassung ausser Kraft gesetzt hatte. Der Ex-Diktator muss sich auch wegen der Ermordung der Ex-Premierministerin Benazir Bhutto und der Tötung eines Stammesführers aus Belutschistan vor Gericht verantworten.

Musharraf hatte sich 1999 unblutig an die Macht geputscht und war 2008 zurückgetreten. Nach vier Jahren Exil in London und Dubai war er im März wegen der Parlamentswahl am 11. Mai nach Pakistan zurückgekehrt. Im April war er festgenommen und später unter Hausarrest gestellt worden.