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International Heiliger Vater im Heiligen Land

Israel ist die dritte und letzte Station der päpstlichen Nahost-Reise. Staatspräsident Schimon Peres und Regierungschef Benjamin Netanjahu begrüssten Papst Franziskus am Flughafen Ben Gurion.

Papst Franziskus bekräftigte in Israel, die vom Vatikan befürwortete Zwei-Staaten-Lösung müsse Realität werden und nicht nur ein Traum bleiben. «Es gibt schlicht nur den Friedensweg»

In Jerusalem wurden 8000 Polizisten aufgeboten, um die Sicherheit von Franziskus zu gewährleisten.

Legende: Video Papst Franziskus im heiligen Land abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.05.2014.

Abbas, «Mann des Friedens»

Zuvor bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Bethlehem sagte der Pontifex: «Es ist an der Zeit, der Situation, die immer unerträglicher wird, ein Ende zu setzen.»

Der Papst sprach im Westjordanland vom «Staat Palästina» und bezeichnete den neben ihm stehenden Abbas als «Mann des Friedens, als Friedensstifter».

Alle Beteiligten müssten den «Mut» zum Frieden aufbringen, der auf dem Recht zweier Staaten beruhen müsse, «in Frieden und Sicherheit und innerhalb international anerkannter Grenzen zu existieren und zu leben», sagte der Papst.

«Für das Wohl aller ist es notwendig, die Anstrengungen und Initiativen für einen stabilen Frieden zu verstärken, der auf Gerechtigkeit, der Anerkennung der Rechte eines jeden Einzelnen und auf gegenseitiger Sicherheit basiert.»

Zwischenstopp an der Mauer

Nach dem Treffen mit Abbas legte Franziskus auf dem Weg zum Krippenplatz in Bethlehem einen ungeplanten Zwischenstopp an der israelischen Sperranlage zum Westjordanland ein.

Er stieg aus seinem weissen Papamobil aus und ging zu Fuss zu der acht Meter hohen Betonmauer, wo er einige Minuten lang zum Gebet verweilte.

Am Montag reist der Papst wieder in den Vatikan zurück.

Gebetstreffen für den Frieden

Papst Franziskus hat den israelischen Staatschef Schimon Peres und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu einem gemeinsamen Gebetstreffen für den Frieden eingeladen. Dafür stelle er den Vatikan zur Verfügung, sagte Franziskus.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Jens Brügger, Schaffhausen
    Schöne Geste des Papstes. Aber ich frage mich immer, was an diesem Land so heilig sein soll.
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  • Kommentar von Thomas Koblet, Rickenbach
    Dieser Papst ist das beste was der Vatikan seit einer Ewigkeit zustande gebracht hat. Sein Wille und Einsatz, Aktiv positive Zeichen zu setzten und mit den Entscheidungsträgern persönlich den Dialog zu betreiben, ist sehr zu respektieren. Was dabei rauskommt, haben die Verantwortlichen zu tragen.
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Dieser Papst ist für mich schon lange der Mann des Jahres. Humorvoll und doch fest entschlossen, gegen eine nicht zu verachtende Gegnerschaft, auch in den eigenen Reihen, versucht er, heutige Weltprobleme zu lösen. Wer hat schon in den letzten Jahrzehnten einen Papst lächeln sehen? Man sollte dem enttäuschenden Drohnenpräsidenten in Amerika den Friedensnobelpreis aberkennen und diesem immer freundlichen und und zuversichtlichen Papst zusprechen.
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