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Ausschreitungen in St. Louis Hunderte demonstrieren gegen «rassistische Polizei»

Legende: Video Massenproteste in St. Louis (unkomm.) abspielen. Laufzeit 0:31 Minuten.
Vom 16.09.2017.
  • In St. Louis im US-Staat Missouri sind am Freitagabend Unruhen ausgebrochen. Grund: Ein weisser Ex-Polizist, der 2011 nach einer Verfolgungsjagd einen unbewaffneten Schwarzen erschossen hatte, wurde freigesprochen.
  • Hunderte Menschen demonstrierten gegen den Freispruch von der Mordanklage und die aus ihrer Sicht «rassistische Polizei».

Das Gericht in St. Louis erklärte, eine Mordabsicht des Polizisten lasse sich aus Mangel an Beweisen nicht feststellen. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, dass der getötete mutmassliche Drogenhändler unbewaffnet gewesen war. Er wurde mit fünf Schüssen niedergestreckt.

Keine Waffe zu sehen

Der Angeklagte hatte ausgesagt, er habe den Mann in Notwehr erschossen, als dieser nach einem Revolver griff. Die Waffe ist aber auf mehreren Überwachungs- und Handyvideos nicht zu sehen.

Vor dem Gericht skandierten Demonstranten nach dem Urteil «keine Gerechtigkeit, kein Frieden». Am Rande der Proteste kam es zu Krawallen, die Polizei setzte Tränengas ein. Zehn Polizisten wurden verletzt, 23 Personen festgenommen.

Der Fall Michael Brown

An den Protesten beteiligte sich auch der Vater von Michael Brown. Der damals 18-Jährige war vor gut drei Jahren in Ferguson von einem Polizisten getötet worden. Der Fall löste wochenlange Unruhen in den USA aus. Der Polizist wurde ebenfalls nicht angeklagt, obwohl Brown unbewaffnet war. Sein Vater sagte nun: «Die Leute haben die Nase voll davon.»

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Also wenn ich mich richtig erinnere : Wir sind jetzt im 21.Jahrhundert ! Der AMERIKANISCHE BÜRGERKRIEG fand doch im 19.Jahrhundert statt !
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  • Kommentar von Luca Golini (Luca-CH)
    Natürlich ist Polizeigewalt schlecht, aber sowohl die Linken als auch die Rechten denken sehr einseitig, die Schwarzen sind nicht alle Kriminelle Gangsters, aber die Polizisten in Amerika haben es auch nicht leicht, sie sind auch oft Opfer von Gewalt und müssen täglich schlimme Dinge sehen.
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Herr Röthenmund; mich würde interessieren auf welcher Informationsbasis sie ihr Urteil über die USA fällen. Ich lebte total schon mehrere Monate in den USA un habe Kontakte zu Einheimischen und Scweizer Migranten. Ihre Pauschalbeurteilungen sind einfach falsch. Die USA ist ein sehr multikulturelles, tolerantes Land welches generell gesellschaftlich sehr gut funktioniert. Da könnte manche europäische Nation einiges lernen. Das es eine Minderheit von rassistischen Wirrköpfen gibt stimmt.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Ich habe 2 Jahre da gearbeitet, das hat mir gereicht.
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