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International Ian Paisley ist tot

Der 88-Jährige war eine umstrittene Figur im Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Irland. Er verbot den Protestanten, sich den Katholiken anzunähern. Später aber bildete er mit seinen Erzfeinden eine Regierung.

Porträt von Ian Paisley
Legende: Der irische Politiker ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Keystone

Ian Paisley, protestantischer Scharfmacher und Schlüsselfigur im Nordirland-Konflikt, ist tot. Der Geistliche und probritische Politiker starb im Alter von 88 Jahren, wie seine Witwe am Freitag mitteilte.

«Mein geliebter Ehemann Ian ist an diesem Morgen in die ewige Ruhe eingetreten», heisst es in einem Statement von Eileen Paisley. Ian Paisley war seit längerer Zeit schwer krank und hatte die letzten Jahren zurückgezogen gelebt.

Die Kehrtwende

Der Geistliche galt als eine der Schlüsselfiguren im Nordirland-Konflikt. Seine Kritiker bezeichneten ihn als Scharfmacher, weil er als protestantischer Pfarrer von der Kanzel gegen die Aussöhnung mit den Katholiken Stimmung machte.

Paisley hat aber später auch im Friedensprozess mitgewirkt und als erster Ministerpräsident Nordirlands eine gemeinsame Regierung mit seinem langjährigen Intimfeind, dem pro-irischen Sinn-Fein-Politiker Martin McGuinness gebildet.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Man mag von Ian Paisley denken, was man will, aber eines steht fest: Im Gegensatz zu gewissen Sinn Fein-Leuten, die später in der Politik ebenfalls Karriere machten - die beiden Bekanntesten Gerry Adams und Martin McGuinness -, hat er NIE zur Gewalt und zu Morden aufgerufen. Natürlich hat auch er fanatisch gekämpft, wie er es als seinen von Gott gegebenen Auftrag gesehen hat. Sein Ableben ist auch symbolisch: Das alte Nordirland gibt es bald nicht mehr, die prot. Mehrheit schrumpft.
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  • Kommentar von Erwin keller, Felbast
    Paisley brachte Unfrieden und Bitterkeit nach Nordirland.
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