Zum Inhalt springen
Inhalt

Fluchtroute Mittelmeer Immer mehr Menschen wagen die gefährliche Passage

Flüchtlingsboot in der Weite des Mittelmeeres.
Legende: Das Leben am seidenen Faden. Die Flüchtlingsboote sind für ihren Zweck oft alles andere als geeignet. Reuters

2017 hat das Zeug zum Rekordjahr. Einem traurigen Rekord. Von Januar bis Ende Mai haben 34,3 Prozent mehr Flüchtlinge den gefährlichen Weg über das Mittelmeer angetreten. Die meisten 2017 eingetroffenen Migranten stammen aus Nigeria, Bangladesh und Guinea, Elfenbeinküste und Gambia. Dies teilt das Innenministerium in Rom mit.

Die Zahlen im Überblick

  • Seit Jahresbeginn haben 54'395 Migranten die italienische Küste erreicht.
  • Während der vergangenen Woche sind mehr als 10'000 neue Migranten eingetroffen.
  • Italien versorgt derzeit circa 180'000 Flüchtlinge in Hotspots und anderen Einrichtungen.
  • In den letzten fünf Monaten erreichten 6242 unbegleitete Minderjährige Italien.
  • 2016 wurden 181'000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht.
  • 2015 waren es noch 170'000 gewesen.

Immer wieder wird der Alltag der Betroffenen und Helfenden von Unglücksmeldungen unterbrochen. Zuletzt bei einer Havarie vor der libyschen Küste, bei der abermals Dutzende Migranten ertranken.

Für dieses Jahr rechnet Italien mit einem neuen Rekordhoch bei der Zahl der Flüchtlingsankünfte.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

63 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von markus aenishaenslin (aenis)
    Menschenhandel bezahlt und gefördert von Hilfswerken und staatliche Europäische Beihilfe zur unkontrollierte Migration nach Europa. Eine riesige Flüchtlings Industrie unendlich Ausbau bar. Milliarden Umsatz, Wachstumsrate jedes Jahr auf`s neue übertroffen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Seb . (Seb_)
    Diese Menschen (ja es sind Menschen) verlassen ihr Land nicht einfach aus Spass, diese Menschen sind dort vom Tod bedroht! Sie setzen während der Flucht ihr Leben aufs Spiel! Europa könnte ein Zeichen setzen: Weg mit den Zäunen, weg mit den Grenzen. Wir Menschen können nichts dafür, wo wir geboren sind, es sollte aber jeder dort sein können wo er ist. Mit dieser Massnahme würde auch die Schleppermafia hart getroffen, weil es sie dann nicht mehr benötigt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andreas Baumgartner (Bildung hilft)
    Keine Empathie und schon gar kein Wissen in den publizierten Kommentaren. Mein Gott, wenn man soviel Zeit hat, solch einen Quatsch zu schreiben, kann man die Zeit besser nutzen, um sich über wirtschaftspolitische Entwicklung und über die Folgen des Kolonialismus schlau machen. Stichworte: Kulturelle Höherwertigkeit, Verteilungseffekte, Nahrungsmittelspekulartion usw. Polemik verschlingt Wissensdurst. Traurig...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beatrice Mayer (signorinetta)
      Bei diesem ungeheurem Bevölkerungszuwachs und dem "youth Bulge", sprich Jungmännerüberschuss soielen die Folgen des Kolonialismus keine grosse Rolle mehr. Was schlagen Sie vor? Alle diese Menschen in europa unterzubringen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Was mit Europa geschieht, wenn eine solche Anzahl Afrikaner sich hier niederlässt, kann man sich ausmalen. Vernunft ist gefragt, Empathie bringt da nicht viel.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von rosi gantenbein (lara croft)
      Andere Meinungen als ungebildet und doof zu bezeichnen, scheint mir keine akzeptable Form der Diskussion zu sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Andreas Baumgartner (Bildung hilft)
      Frau Gantenbein, da haben Sie recht. "Diskussion" ist aber sicherlich nicht das richtige Wort für die publizierten Inhalte. Ich bezeichne niemanden als doof, sondern als unkritisch, desinteressiert und polemisch. Diese Betitelungen gehen oft Hand in Hand.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Andreas Baumgartner (Bildung hilft)
      Frau Mayer: Dem jungen Mann werden die besten Chancen eingeräumt, sich andernorts behaupten zu können (Geld verdienen, nach Hause schicken usw.). Der Grund für dieses Unterfangen liegt an allerlei sozialen, politischen und kulturellen Missständen, die von "bad governance" über lokalen Terrorismus zurück in die Zeit des Kolonialismus reichen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
      Der Hinweis mit dem Kolonialismus ist insofern bedeutsam, als die Schweiz daran nie beteiligt war. Und deswegen auch keinerlei Verantwortung für dessen Folgen trägt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      2015 gab es vom gesamten Kontinent einen Warenexport von 150 Milliarden US $, vor allem Erdöl, Diamanten, Gold, Kupfer und Eisen. Allein 85 Milliarden US $ davon entfielen auf Südafrika. Die verbleibenden restlichen Staaten schafften Ausfuhren von knapp 70 Milliarden US $Dollar, etwa gleich viel wie die Slowakei alleine. Drei Jahre ein europäisches Wirtschafts-Embargo, keine Entwicklungsgelder, keine Visa für die Politkaste und deren Angehörige. Dann wären ganz schnell die Probleme gelöst.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen