In Frankreich wurden über 800 Autos in Brand gesteckt

Wieder brannten in der Silvesternacht in den Vororten von Frankreichs Grossstädten die Autos. Die Polizei nahm 622 Menschen fest.

Brennende Autos.

Bildlegende: Die Autos brennen wieder: Die Jugendliche in den Vororten machen so auf sich aufmerksam. Keystone / Archivbild aus der Nähe von Grenoble 2010

In der Silvesternacht sind nach Angaben des französischen Innenministeriums mehr als 800 Fahrzeuge im ganzen Land angezündet worden. Dies seien 14,5 Prozent weniger als zum Jahreswechsel 2014/2015, teilte Innenminister Bernard Cazeneuve mit.

Brennende Autos zum Jahreswechsel sind vor allem in sozialen Problemvierteln zum Trend geworden. Oft sind es Jugendliche, die damit gegen ihr Schicksal protestieren und Frust auf das System loswerden wollen.

622 Menschen seien vorläufig festgenommen worden, doppelt so viel wie beim letzten Jahreswechsel, schreibt das Ministerium. 368 von ihnen wurden in Polizeigewahrsam genommen, wobei die näheren Umstände nicht erläutert wurden. Die Silvesternacht stand in Frankreich sieben Wochen nach den Anschlägen vom 13. November unter scharfem Polizeischutz.

Vorfall vor Moschee

Vor einer Moschee in Valence südlich von Lyon hat ein Wachsoldat auf ein Auto geschossen, das auf ihn zuraste. Der Fahrer wurde durch zwei Schüsse schwer verletzt. Der Mann sei in voller Absicht auf den Soldaten zugefahren. Über seine Motive ist bisher nichts bekannt. Der Soldat, drei seiner Kameraden und ein Passant wurden leicht verletzt.