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International Indien will Hungersnot mit Ernährungsprogramm lindern

«Ein historischer Schritt, um Hunger zu beseitigen» – das sagt Sonia Gandhi, Chefin der regierenden Kongresspartei in Indien. Gemeint ist damit ein Ernährungsprogramm für 820 Millionen Menschen, welches das Unterhaus des indischen Parlaments verabschiedet hat.

Geht es nach dem Unterhaus des indischen Parlaments, sollen zwei Drittel der Bevölkerung monatlich fünf Kilogramm Getreide zu Rappen-Preisen erhalten. Ein entsprechendes Ernährungsprogramm für 820 Millionen Menschen wurde nun verabschiedet.

Sonia Gandhi, Chefin der regierenden Kongresspartei, bezeichnete den Schritt als «historisch, um den Hunger zu beseitigen». Allerdings: Das Oberhaus und der Präsident müssen das Programm zuvor noch billigen.

Programm kaum umsetzbar?

Kritiker bemängeln: Für die Umsetzung gebe es nicht ausreichend Lebensmittelvorräte und Indien besitze zurzeit nicht das Geld, um das knapp 20 Milliarden Franken teure Projekt zu schultern .

Legende: Video Indien sagt dem Hunger den Kampf an abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 26.08.2013.

Mehrere Abgeordnete sagten, das Programm sei wegen der grassierenden Korruption kaum umsetzbar und die Hilfe komme nicht bei denen an, die sie bräuchten.

Die Regierung hatte das Ernährungsprogramm im Wahlkampf 2009 versprochen und nun im Juli eine entsprechende Verordnung verabschiedet.

Gemäss der Weltbank lebt ein Drittel der weltweit Armen in Indien, etwa die Hälfte der Kinder ist unterernährt.

Sonia Gandhi im Spital

Sonia Gandhi wird von einer Kollegin gestützt.
Legende: Sonia Gandhi wird von einer Kollegin gestützt. Keystone

Sonia Gandhi ist in ein Spital eingewiesen worden. Gandhi erkrankte während der Debatte zum Ernährungsprogramm im Parlament. Ein Parteisprecher sagte der Agentur Reuters, der Zustand der 66-Jährigen sei stabil. Gandhi ist die Witwe des 1991 ermordeten indischen Ministerpräsidenten Rajiv Gandhi.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Kritiker bemängeln: Für die Umsetzung gebe es nicht ausreichend Lebensmittelvorräte --- also lässt man es vielleicht besser bleiben, wie es ist, westliche Hilfs-Organisationen könnten sich sonst vielleicht gar aus Indien zurückziehen, wenn man zuviel selber gegen den Hunger machen würde. China hat einen anderen Weg als die Bevölkerungs-Explosion gesucht, in Indien laufen aber Kühe rum, während Menschen vor Hunger sterben. Einem solchen Land ist nicht zu helfen, darüber sollte man sich klar sein.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Bevölkerung Indien 2002 1,089Mia,2012 1,26Mia,ein + in 10J von 171Mio(über 21x CHer Bevölkerung!).Würde man nicht gescheiter da den Hebel ansetzen?Irgendwann hebt die Lage Indien aus den Fugen.Es kann nirgendwo so weitergehen,auch bei uns nicht.Wann endlich werden Verantwortliche einsichtig u.legen dieses Tabuthema auf den Tisch.Jedem Land seine Massnahmen.Hier zB.Stopp der Masseneinwanderung,allumfassende Aufklärung der Folgen durch die ges.Schulzeit,Schluss mit Kinderzulagen nach 2 Kindern.
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    1. Antwort von lena meier, brugg
      Dier Ecopop-Initiative hat genau diesen Fokus: nicht mehr Menschen als unser Planet langfristig ernähren kann. Da wir nur für die Schweiz abstimmen können, 1. hier die Überbevölkerung in den Griff bekommen und 2. dafür sorgen, dass wenigstens mickrige 10% der Schweizer Entwicklungshilfe dafür eingesetzt werden müssen, dass Menschen DIE DAS MÖCHTEN Zugang zu Verhütungsmitteln haben.
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Wahrscheinlich werden Ecopop-+SVP-initiativen vom Volk vor lauter Manipulation der Regierung, Angst, den vermeintlichen Wohlstand zu verlieren und den irren Glauben ans Wirtschaftswachsum abgelehnt.
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