Inhaftierte Greenpeace-Aktivisten sollen verlegt werden

Nach der Verlegung nach St. Petersburg können die 30 Umweltschützer einfacher Besucher empfangen.

Der polnische Greenpeace-Aktivist Tomasz Dziemianczuk hinter Gittern

Bildlegende: So wie der polnische Greenpeace-Aktivist Tomasz Dziemianczuk sitzen 29 weitere Umweltschützer in Haft (21.10.2013). Keystone

Seit mehr als einem Monat sind die 30 Greenpeace-Aktivisten in der Hafenstadt Murmansk eingesperrt. Nun sollen die Inhaftierten nach St. Petersburg verlegt werden. Dies teilte Greenpeace unter Berufung auf diplomatische Quellen mit.

«Familien und Konsularbeamte werden die 30 nun einfacher besuchen können», sagte Greenpeace-Geschäftsführer Kumi Naidoo. Er forderte zugleich erneut die sofortige Freilassung der Männer und Frauen.

Kurz zuvor hatte eine niederländische Greenpeace-Aktivistin über menschenunwürdige Haftbedingungen geklagt. In einem Brief an den niederländischen König bat sie, ihre Lage in Moskau bei Präsident Wladimir Putin anzusprechen. «Das würden meine Schicksalsgefährten und ich sehr schätzen», schrieb die Inhaftierte. König Willem-Alexander wird am 8. und 9. November zum Abschluss des Niederlande-Russland-Jahres in Moskau sein.

Die 30 Umweltschützer und Begleiter waren im September bei einer Protestaktion im Nordpolarmeer festgenommen worden. Darunter auch ein Schweizer. Die Anklage wirft ihnen Rowdytum vor.