Interpol verstärkt Jagd auf Cyber-Kriminelle

Von Datendiebstahl über Kinderpornografie bis hin zur Verbreitung von Terror – die Kriminalität in der Welt der Computer hat viele Gesichter, entsprechend schwierig ist der Kampf dagegen. Ein neu eröffnetes Forschungszentrum in Singapur soll nun den Cyber-Kriminellen das Leben schwer machen.

Silhouette eines Mannes, der an einem Laptop arbeitet.

Bildlegende: Die Cyber-Kriminalität nimmt weltweit jährlich zu. Bei weitem nicht alle Angriffe werden aber auch bemerkt. Keystone/Symbolbild

Zum Kampf gegen die Internetkriminalität und andere neue Bedrohungen hat die internationale Polizeiorganisation Interpol ein Forschungszentrum in Singapur eröffnet.

Der «Interpol-Weltkomplex für Innovation» (IGCI) soll Kriminelle im Netz aufspüren, digitale Sicherheitslücken aufdecken und die Polizei weltweit im Umgang mit Cyber-Kriminalität schulen. In dem neuen Zentrum arbeiten mehr als 100 Beamte aus rund 50 Ländern. Es soll die Arbeit der Interpol-Zentrale in Lyon in Frankreich unterstützen.

Kriminelle Banden dank Internet global tätig

«Die erhöhte Terrorbedrohung, einschliesslich radikalisierter Einzelpersonen, stellen ein grosses Risiko für die Sicherheit jedes Landes dar», sagte Singapurs Innenminister Teo Chee Hean bei der Eröffnung, wie der Fernsehsender ChannelNewsAsia berichtete. «Wir sehen auch engere Verbindungen zwischen organisiertem Verbrechen und Terrorismus, weil kriminelle Banden Technologie und digitale Vernetzung ausnutzen, um global tätig zu werden.»

Cybersicherheit ist eines der Hauptthemen beim Interpol-Weltkongress, der am Dienstag in Singapur beginnt.