Israelisch-syrisches Feuergefecht: Wien besorgt um Blauhelme

Kurz nach dem Besuch von Österreichs Vizekanzler Spindelegger bei der UNO-Truppe am Golan kommt es zu einem weiteren Feuergefecht zwischen Syrern und Israel. Wien sorgt sich um seine Soldaten.

Ein UNO-Fahrzeug

Bildlegende: In heikler Mission: Um die Sicherheit seiner Blauhelm-Soldaten an den Golan-Höhen sorgt sich Österreich. Keystone

An der syrisch-israelischen Grenze ist es nach israelischen Angaben am Freitag zu einem Artilleriegefecht gekommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte Österreichs Vizekanzler Michael Spindelegger die an den Golanhöhen stationierte UNO-Beobachtertruppe besucht und seine Sorge um deren Sicherheit geäussert.

Etwa 370 Blauhelm-Soldaten und damit ein Drittel der ganzen Truppe kommen aus Österreich. Spindelegger warnte bei seinem Besuch, die weitere Stationierung österreichischer Truppen sei «kaum vorstellbar», sollte das Waffenembargo über Syrien aufgehoben werden.

Identität der Angreifer unklar

Israelische Soldaten seien am Abend von syrischem Gebiet aus mit Artillerie und aus leichten Waffen unter Feuer genommen worden, teilte die Armee mit. Israelische Artillerie habe daraufhin die Stellung, aus der das Feuer eröffnet worden sei, unter Beschuss genommen und getroffen. Auf israelischer Seite habe es weder Opfer noch Schäden gegeben. Die Identität der Angreifer war unbekannt.

An der Grenze kommt es seit Ende vergangenen Jahres immer häufiger zu Schiessereien. Auch die dort tätigen UNO-Beobachter werden durch die innersyrischen Kämpfe gefährdet.