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International Joe Biden will nicht ins Weisse Haus

US-Vize-Präsident Joe Biden will nicht US-Präsident werden. Er stellt sich nicht als Kandidat zur Verfügung. Nach dem Verzicht sieht alles nach einer Kandidatur von Hillary Clinton aus – wenn die Umfragen richtig liegen. Die zeigte sich bereits erleichtert.

Legende: Video «Joe Biden kandidiert nicht» abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.10.2015.

US-Vizepräsident Joe Biden wird sich nicht für die Nachfolge von Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten bewerben. Seine lange mit Spannung erwartete Entscheidung zu einer möglichen Kandidatur für die Wahl im November 2016 gab der 72 Jahre alte Demokrat in Washington bekannt.

Clinton erleichtert

Damit bleiben mit der früheren Aussenministerin und First Lady Hillary Clinton sowie Senator Bernie Sanders aus dem Bundesstaat Vermont zwei Bewerber mit ernstzunehmenden Chancen um die Kandidatur für die demokratische Partei. Clinton gilt als hohe Favoritin. Sie schickte denn auch sofort ein E-Mail los, berichtet SRF-Korrespondent Beat Soltermann. Darin lobe sie Biden und dessen Entscheidung «über den grünen Klee».

Ihre Nomination zur offiziellen Kandidatin der Demokraten sei nun noch wahrscheinlicher geworden, so Soltermann weiter. Auch wenn es bis dahin noch ein steiniger Weg sei.

Befragung zu Bengasi

So muss sich Clinton schon heute Donnerstag einem Kongressausschuss stellen, bei dem laut dem Korrespondenten nicht immer klar ist, ob er die Anschläge auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi von 2012 untersucht, oder Clintons Wahlkampf ausbremsen will.

Bei Bidens Ankündigung im Rosengarten machte auch Obama einen erleichterten Eindruck. Ihm bleibt jetzt nämlich erspart zu entscheiden, ob er lieber seinen aktuellen Vize oder seine ehemalige Aussenministerin unterstützt.

Biden macht familiäre Gründe geltend

Das Zeitfenster, um eine erfolgreiche Kampagne für eine Kandidatur aufzustellen, habe sich geschlossen, hatte Biden zur Motivation seines Verzichts erklärt. Auch familiäre Gründe nannte er. Der Politiker hatte erst im Mai seinen Sohn Beau verloren. Er war an den Folgen eines Gehirntumors im Alter von nur 46 Jahren gestorben.

«Während meine Familie und ich mit der Trauerarbeit beschäftigt waren, habe ich immer wieder gesagt, dass es gut sein kann, dass der Prozess und die Zeit, die wir dafür brauchen, das Fenster schliessen können – ich habe entschieden, es hat sich geschlossen», sagte Biden. Er wolle sich aber weiter im politischen Prozess aktiv zu Wort melden.

Schlechte Umfragewerte

Biden hatte seine Entscheidung über eine mögliche Kandidatur lange hinausgezögert. Die Umfragen für den Vizepräsidenten als Nachfolger seines «Chefs» Obama waren zuletzt nicht besonders gut. Eine Mehrheit der Wähler der demokratischen Partei hatte sich dafür ausgesprochen, dass Biden nicht ins Rennen gegen Hillary Clinton und Bernie Sanders geht. Für den Fall einer Bewerbung sahen die Meinungsforscher ihn nur auf dem dritten Platz.

Für Biden wäre es der dritte Anlauf auf das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten gewesen. 1988 war er nach einer Plagiatsaffäre zur Aufgabe gezwungen worden. 2004 war der erfahrene Senator aus dem Staate Delaware bereits in der ersten Vorwahl weit abgeschlagen gescheitert und hatte aufgegeben.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    Auch Gruesse nach Grenchen!
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  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    @ Roland Goetschi. Ihre Aussagen entsprechen zwar der Wahrheit aber es es ist (einmal mehr) eine Resolution auf dem Tisch dieses amendment wieder rueckgaengig zu machen. Und technisch ist das durchaus moeglich. Speziell unter der gegewaertigen Regierung.
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    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Nun von so einer Resolution ist mir nichts bekannt. Wie ist denn der Name davon? Und selbst wenn, Obama hat im Parlament immoment keine mehrheit um einseitige (Demokratische) Resolutionen durchzubringen. Also keine Sorge der nächste Präsident ist mit absoluter sicherheit nicht Obama. Schöne Grusse nach Florida!
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  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    Sie haben vielleicht noch nie davon gehoert aber Franklin D. Roosevelt hatte vier (4) Amtszeiten. Er ist dann allerdings vor Beeindigung der vierten gestorben. Warum sollte da Herrn Obama nicht drei Amtszeiten schaffen? Alles eine Frage der Organisation.....
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    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Ja das habe Ich. Franklin D. Roosevelt war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten. Und haben Sie schon mal etwas vom 22.Verfassungszusatz gehört? Der 22. Verfassungszusatz, der eine gesetzliche Begrenzung auf zwei Wahlperioden vorsieht, wurde erst 1951 erlassen.
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