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Kampf gegen den IS Den Dschihadisten bleibt nur noch die Wüste

Legende: Video Ostsyrische IS-Hochburg zurückerobert abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.11.2017.
  • Die syrischen Streitkräfte haben die Stadt Deir El Sor von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) befreit. Das berichten syrische Staatsmedien.
  • Bereits vor einigen Wochen hatte der IS ihre wichtigsten Städte Mossul und Rakka verloren.
  • Auch in den Rückzugsgebieten im Irak kommen die Islamisten unter Beschuss.

Nach wochenlangen, heftigen Kämpfen gemeinsam mit alliierten Streitkräften habe die Armee von Machthaber Baschar al-Assad nun die vollständige Kontrolle über die Hauptstadt der östlichen Provinz, liess die syrische Armee mitteilen.

Die Einnahme von Deir al Sor sei auch dank starker Luftunterstützung des Verbündeten Russland gelungen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien.

Syrien-Karte
Legende: Deir al Sor war seit fast drei Jahren geteilt, in einen von der Regierung und einen vom IS kontrollierten Teil. SRF

Empfindliche Rückschläge für den IS

Die Entwicklung ist die jüngste bedeutsame Niederlage für den IS. Laut der Beobachtungsstelle kontrolliert der IS noch rund 40 Prozent der gleichnamigen Provinz, die ein Zentrum der Erdölförderung in Syrien ist.

In den vergangenen Monaten hatte die Terrormiliz in Syrien und im Irak empfindliche Rückschläge erlitten und einige ihrer Hochburgen verloren.

Nach Angaben der von den USA angeführten Koalition haben die Islamisten inzwischen 96 Prozent ihres ehemaligen Herrschaftsgebietes in beiden Ländern verloren. Kämpfer des IS halten sich noch vor allem in dem von Wüsten geprägten Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak auf.

Kontrolle über Grenzübergang übernommen

Die irakische Armee stiess nach eigenen Angaben in mehrere Stadtteile von Al-Kaim vor. Die Stadt liegt in der westirakischen Provinz Anbar und gilt als Rückzugsort von IS-Kämpfern nach den Niederlagen der Organisation im Nordirak.

Regierungstruppen und ihre Verbündeten hätten dabei auch die Kontrolle über den bislang von den Dschihadisten kontrollierten Grenzübergang zwischen dem Irak und Syrien übernommen, sagte ein Mitglied des Provinzrates. Nach schweren Kämpfen seien die Dschihadisten zu unbekannten Orten geflohen.

20 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Den Dschihadisten bleibt auch noch Idlib, der IS ist ein Al-Qaida Zweig, genauso wie die "Rebellen" welche Idlib beherrschen (die Grenzen sind fliessend, beide führen eine sektiererische Gewaltherrschaft); die Journalistin Jenan Moussa (Opposition) hat in Idlib ermitteln lassen; YT: Undercover in Idlib. Die Syrer 2013: "Wenn die Europäer Waffen liefern, wird der Hinterhof Europas terroristisch, und Europa wird den Preis dafür bezahlen". In Mayadin entriss die SAA dem IS genau solche Waffen.
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  • Kommentar von Martin Meier (M.Meier)
    wie wäre es mit dem Zusatz: "die regierungskritische NGO", zur Beobachtungsstelle für Menschenrechte? Man könnte meine es handle sich sonst um irgendeine hohe moralisch-legitime Stelle. Schlussendlich sind das aber nur ein paar Regiemekritiker im Exil. Danke.
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    1. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Wikipedia: "Unter Kritik geriet die Beobachtungsstelle im Herbst 2011, als zahlreiche Medien, darunter CNN, eine auf einem Bericht vom SOHR beruhende Falschmeldung verbreiteten, nach der in der Stadt Hama neugeborene Säuglinge in Brutkästen gezielt getötet worden seien, indem das syrische Regime die Stromversorgung des Krankenhauses unter-brochen habe." Kommt mir irgendwie bekannt vor...aber Qualitätsmedien benutzen doch nur glaubwürdige Quellen und wollen keinen Krieg...oder etwa doch nicht ?
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  • Kommentar von Josephk Ernstk (Joseph ernst)
    (Bruno Hochuli) Ihre Einschätzung ist richtig. Doch der Extremissmus ist nicht nur bei den armen unterdrückten Volksgruppen erfolgreich. Die unglaubliche Blauäugigleit gewisser Kreise ist ebenso gefährlich !
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