Kampf gegen die Flammen in Südfrankreich und auf Madeira

Nahe der Metropole Marseille wüten Waldbrände. 1500 Einsatzkräfte wurden mobilisiert. Derweil scheint sich die Lage auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira zu entspannen.

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Waldbrand in Südfrankreich

1:23 min, aus Tagesschau am Mittag vom 11.8.2016

Waldbrände im Süden Frankreichs haben 2700 Hektar Land verwüstet und mehrere Häuser zerstört. 1500 Einsatzkräfte seien mobilisiert worden, um die Flammen nahe der Stadt Marseille zu bekämpfen, teilt die Feuerwehr mit.

Die Lage sei «ausser Kontrolle» geraten, hiess es in einer Erklärung. Die Brände wüteten mit grosser Kraft und breiten sich schnell aus. Das Feuer war am Mittwochnachmittag in der etwa 30 Kilometer nördlich von Marseille gelegenen Stadt Vitrolles ausgebrochen.

Brände unweit der Metropole Marseille

Etwa tausend Einwohner von Vitrolles mussten nach Angaben der Stadtverwaltung ihre Häuser verlassen. Weitere 6000 bis 8000 seien von den Flammen bedroht. «Das Feuer ist überall, es ist unkontrollierbar», sagte ein Polizist am Donnerstagabend in Vitrolles. Die Feuerwehr berichtete von einem Verletzten in der Ortschaft Rognac.

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Waldbrände in Südfrankreich (unkommentiert)

0:31 min, vom 11.8.2016

In der Nacht teilte der Oberleutnant der Einsatzkräfte mit, die Bedingungen hätten sich leicht gebessert: «Der Wind ist zwar immer noch sehr gefährlich, aber die Feuchtigkeit ist zurück und die Temperaturen sind gesunken. Das hilft.»

Innenminister Bernard Cazeneuve besuchte am Abend die Einsatzzentrale in Aix-en-Provence. Es werde «alles getan, damit das Feuer nicht auf die Städte übergreift, insbesondere nicht auf Marseille», sagte er. Der Brandgeruch war in der Nacht zum Donnerstag in Marseille bereits wahrnehmbar.

Aufatmen auf Madeira

Nach einer dramatischen Nacht, in der die lodernden Waldbrände plötzlich Funchal, die Hauptstadt der portugiesischen Ferieninsel, erreichten und drei Menschen in den Flammen starben, war die Lage am Mittwochabend wieder weitgehend unter Kontrolle.