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International Kein Geld: Hilfe im Syrien-Konflikt akut gefährdet

70‘000 Tote, gegen fünf Millionen Menschen auf der Flucht: Das ist die traurige Zwischenbilanz des Konflikts in Syrien. Trotz der misslichen humanitären Lage fehlt es den Hilfswerken an Geld. Manche Programme drohen darum eingestellt zu werden.

Zwei Frauen und ein Knabe auf einer staubigen Strasse.
Legende: Hunderttausende fliehen vor der nicht aufhörenden Gewalt in Syrien. Aber die Hilfswerke können ihnen kaum mehr helfen. Keystone

Der März war der bisher blutigste Monat im Syrien-Konflikt, waren so viele Kriegsoper zu beklagen.. Mindestens 3,6 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, schätzt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Ohne fremde Hilfe können sie kaum überleben.

Überleben der Kinder gefährdet

Allein für die nächsten sechs Monate wären 1,5 Milliarden Dollar benötigt, um die humanitäre Hilfe zu decken. So sieht es die UNO-Nothilfechefin Valerie Amos.

Doch die Mittel fehlen. Mangels Geld müsse etwa das Welternährungsprogramm seine Nothilferationen verkleinern, sagt Amos. Besonders dramatisch sieht es beim UNO-Kinderhilfswerk Unicef aus. Fliesse nicht bald mehr Geld, so die Sprecherin Marixie Mercado, sei sogar die Überlebenshilfe für Kinder gefährdet.

Bei andern UNO-Agenturen sieht es nicht besser aus. Adrian Edwards vom Flüchtlingshilfswerk UNHCR betont, dass alle UNO-Hilfswerke unter der Spendenkrise leiden würden.

Geringe Spendenbereitschaft bei Kriegen

Gründe, weshalb die Hilfsgelder im Syrien-Konflikt viel zu spärlich fliessen, gibt es viele. Der wichtigste: Der Krieg in Syrien dauert schon länger als zwei Jahre und wird permanent mit hoher Intensität geführt. Daher ist der Mittelbedarf weitaus grösser als anderen Konflikten wie jüngst in Libyen oder Mali.

Dazu kommt: Bei Kriegen ist die Spendenbereitschaft generell geringer als nach Naturkatastrophen. Denn bei Kriegen wird den Akteuren vor Ort oft eine gewisse Mitschuld unterstellt.

(fref; buet)

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Soltermann, Fuqing
    Die "Hilfslieferungen" dienten leider nicht primär dem Ziel, dass das Zusammenleben aller Bevölkerungs-Gruppen/Schichten wieder möglich wird, sondern um eine neue Abhängigkeit (von westlichen Systemen) zu installieren. Darum verläuft in Syrien die Zahl der Opfer auch auffällig parallel mit der Summe der einseitigen Hilfslieferungen. Warum sollten Russland und China da mitspielen? Warum macht die CH beim generieren von Flüchtlingsströmen so bereitwillig mit?
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    1. Antwort von A.Schaffner, Schaffhausen
      @Paul Soltermann/Genau das sind auch meine Fragen.Einstein:"Alles hat sich nun geändert.Nur unsere Art zu denken nicht."Vielleicht sollten "stille Kämmerlein" gebaut werden,damit man in Ruhe ein neues Denken"erfinden"kann.
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  • Kommentar von Rolf Elsener, Männedorf
    Die Schweiz unterstützt die Islamisten, Rebellen und Söldner. Muss die Schweiz jetzt auch noch die Kriegsopfer unterstützen?
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  • Kommentar von A.Schaffner, Schafhausen
    Die traurigste Bilanz ist,dass es überhaupt Krieg in diesem Land gibt.Aber VOR dem Krieg ist auch schon einiges passiert.Bitte schaut mal nach was,von allen Seiten,an Intriganten-Spielchen getrieben worden ist.Genauso wie im Irak,in Tunesien,Ägypten,Libanon,Mali etc.Der Status des Zivilisten existiert nicht.Die Politik und die für sie agierende Armee gehen immer aus der Bevölkerung eines Landes hervor.Es sei denn,es sind bezahlte Söldner.Die Politik,wird von Zivilisten getragen oder gedulde...
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