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International Keine Einmischung: Venezuela poltert gegen Panama

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro erlaubt keine Einmischung von aussen. Panama hatte sich für eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) über die Unruhen in Venezuela eingesetzt. Maduro brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen ab.

Legende: Video «Niemand darf sich einmischen! Es reicht!» (Originalton Spanisch) abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.03.2014.

Venezuelas linker Staatschef Nicolás Maduro beschuldigte Panamas Präsidenten Ricardo Martinelli gegen Venezuela zu konspirieren.

«Angesichts der offenen Konspiration habe ich entscheiden, die politischen und diplomatischen Beziehungen mit der panamaischen Regierung abzubrechen und die Beziehungen zur Verteidigung der Souveränität (Venezuelas) auf Eis zu legen», betonte Maduro bei einer Gedenkveranstaltung zum ersten Todestag von Hugo Chávez.

Panama ist konsterniert

Hintergrund ist eine Initiative Panamas für eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zur aktuellen Situation in Venezuela. Das Land wird seit Wochen von massiven Protesten erschüttert. Bislang sind dabei 18 Menschen ums Leben gekommen.

Panamas Präsident Martinelli zeigte sich «überrascht» von der Nachricht aus Caracas. «Panama strebt nur danach, dass dieses Bruderland (Venezuela) Frieden findet und seine Demokratie stärkt», schrieb der in seinem Twitter-Account. Zugleich macht er aber klar: «Panama akzeptiert von keinem Land Druck oder Beleidigungen, am wenigsten von einem, das wir als verbrüderte Nation ansehen.»

Die OAS will sich möglicherweise an diesem Donnerstag mit der Lage in Venezuela befassen, was Caracas vehement ablehnt. Maduro drängte OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza, er solle sich ruhig verhalten und sich nicht mit jemanden anlegen, der ihn nicht gerufen habe.

Maduro hatte Panamas Staatschef als «Lakaien-Präsident» bezeichnet, der mit den USA gemeinsame Sache mache. Das Aussenministerium Panamas wies die Vorwürfe der Einmischung sowie die «unflätige Sprache» aus Caracas zurück.

Erster Todestag von Hugo Chávez

Venezuelas Regierung hatte am Mittwoch in Caracas eine «zivil-militärische Parade» zum Gedenken an den ersten Todestag von Hugo Chávez veranstaltet. Bei der Parade waren unter anderen auch Kubas Präsident Raúl Castro sowie die Staatschefs aus Bolivien und Nicaragua, Evo Morales und Daniel Ortega, anwesend.

Örtliche Medien berichteten am Mittwoch in Caracas von starken Polizeieinsätzen mit gepanzerten Fahrzeugen und Tränengas. Für Donnerstag und Samstag riefen Opposition und Studentengruppen zu neuen Protestaktionen auf. Im Osten der Hauptstadt waren selbst gemachte Plakate zu sehen mit dem Schriftzug «Maduro tritt zurück – sofort.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Vogt, Zürich
    Ich kann nicht verstehen wie sich alle Nachbarländer von dieser Person so einschüchtern lassen. Sind denn alle Abhängig vom Venezolanischen Öl? Von Brasilien, Kolumbien und Mexiko erwarte ich ein stärkeres auftreten gegen diesen Despoten welcher demokratische Werte mit den Füssen tritt. Aber wie auch bei Kuba scheint man in Sachen Demokratie gewillt einiges zu akzeptieren in Südamerika, traurig. Unterdessen blickt die restliche Welt weg nach Kiew und die Jugend blutet auf der Strasse weiter!
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    1. Antwort von Christina Bernegg, Horw
      @Rahel Ehrsam,vielen Dank für ihre Korrektur.Ich habe einen älteren Bericht,da auch die Namen nicht stimmen kommentiert.Nur in einem bin ich sicher,dass auch hier die USA ihre Finger im Spiel hat..Ihnen alles Gute,liebe Grüsse Christina.
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  • Kommentar von Christina Bernegg, Horw
    Keine Einmischung heisst die Überschrift!!Und das sollte die USA auf jeden Fall zur Kenntnis nehmen.Vor einiger Zeit wurde Manduro der Präsident Venezuelas nach einem Aufenthalt in Russland bei seinem Rückflug über EU Länder entführt und musste in Wien landen.Er hat gegen die USA Anzeige erstattet ,aber für die Amis gelten keine Gesetze,sie haben wie überall ihre schmutzigen Finger im Spiel und zündeln wo es nur geht.Wann wird dieser Alptraum endlich aufhören??
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Informieren sie sich mal, was für Verhältnisse in Venezuela herrschen. Dieser Möchtegern-Präsident sollte lieber früher als später abgesetzt werden.
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    2. Antwort von Rahel Ehrsam, Cuenca, Ecuador
      Frau Bernegg, das war nicht Maduro sondern der bolivianische Präsident Morales, der in Wien zwischenlanden musste.
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