Kriegsschiffe an Russland: Paris klopft Moskau auf die Finger

Der russische Vize-Premier ist offenbar zu früh vorgeprescht: Die Auslieferung für den in Frankreich gebauten Helikopterträger ist noch nicht in trockenen Tüchern, wie Paris anders lautende Mitteilungen Moskaus korrigiert.

Frankreich liefert einen im Land gebauten Helikopterträger noch nicht an die russische Armee aus. Finanzminister Michel Sapin widersprach anders lautenden Berichten.

Bedingung für die Auslieferung des ersten von zwei Kriegsschiffen der Mistral-Klasse sei, dass sich die Lage in der Ukraine normalisiere. Dies sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht der Fall, sagte Sapin dem Radiosender RTL.

Ein Militärschiff an einem Dock.

Bildlegende: Noch ist nicht klar, ob der Mistral-Helikopterträger in die Hände der russischen Armee übergeben wird. Keystone/archiv

Die russische Nachrichtenagentur RIA hatte am Mittwoch Vize-Ministerpräsident Dmitri Rogosin mit den Worten zitiert, Russland habe für den 14. November eine Einladung für die Übergabe des Schiffes erhalten. Das zweite Schiff solle am selben Tag im Dock zu Wasser gelassen werden.

Russland hat angekündigt, bei Nichterfüllung des Vertrages Schadenersatz zu fordern. Die Schiffe haben einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro und sind von Russland bereits teilweise bezahlt.