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International Kuba fordert Schliessung von Guantánamo

Das Gefangenenlager auf Kuba muss geschlossen werden. Diese Forderung hat US-Präsident Obama gestern erneuert. Nun erhält er Unterstützung von Kuba. Havanna hat beim Menschenrechtsrat in Genf interveniert.

Legende: Video «Hungerstreik auf Guantanamo» abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.05.2013.

Die kubanische Regierung prescht in Sachen Guantánamo vor. Sie hat vor dem UNO-Menschenrechtsrat die Schliessung des US-Gefangenenlagers im Osten der Insel gefordert.

Bruno Rodríguez Parrilla, Kubas Aussenminister, sagte in Genf: Havanna sei «tief beunruhigt» über die «unklare» juristische Lage in dem Lager. Parrilla verlangte zudem, dass die USA das seit 1903 von Kuba gepachtete Gebiet zurückgeben.

Insassen des Gefangenenlagers sind Anfang Februar in den Hungerstreik getreten. Sie beklagen die Haftbedingungen und die unbegrenzte Inhaftierung ohne Aussicht auf einen Prozess.

Angesichts dessen hat US-Präsident Barack Obama versprochen, sich um die Schliessung des Lagers zu bemühen. «Ich glaube weiterhin, dass wir Guantánamo schliessen müssen», sagte Obama am Dienstag in Washington. Er erklärte, erneut mit dem Kongress über eine Schliessung sprechen zu wollen. Das Gefangenenlager sei «nicht im Interesse der Amerikaner».

Ein Sprecher Obamas sagte, der Präsident erwäge die Ernennung eines Sonderbeauftragten im US-Aussenministerium, um die Verlegung der Gefangenen aus dem Lager voranzutreiben.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Soso, ausgerechnet von Kuba aus werden solche Töne gespuckt. Zuerst sollen sie ihre eigenen politischen Gefängnisse und Folterkeller schliessen, von denen ein Teil später zu Touristenzentren umgebaut wurde - dann dürfen sie mitreden. Und was Guantánamo betrifft, bin auch ich für die Schliessung dieses Lagers, doch solange die gleiche US-feindliche Politik betrieben wird, ist die US-Präsenz dort weiter notwendig. Erst nach dem Ende der Castro-Epoche kann wirklich verhandelt werden.
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  • Kommentar von Rudi J Hardy, Coolangatta
    Natuerlich will Obama das Gebaeude schliessen, aber wer will die Insassen annehmen? Die Schweiz wird wahrscheinlich auch wieder gefragt wie schon einmal. Damals, glaube ich, kamen 2 in die Schweiz und 2 andere nach Irland. Die Vereinigten Staaten wollten ueberhaupt keine. Wir sicher wollen auch keine mehr, haben genug von denen die mit Fischerboote hier ankommen, ein paar Tausend im letzten Monat allein via Indonesien und direct aus Zeylon (Sri Lanka)
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    1. Antwort von A. Planta, Chur
      Das sind fadenscheinige Argumente. Nie wieder darf es ein KZ geben auf unserem Planeten. Man sollte aus der Geschichte lernen.
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