Lebenszeichen von Fidel Castro

Vor wenigen Wochen wurde der ehemalige kubanische Machthaber noch totgesagt. Jetzt meldet er sich mit einem Brief zu den US-kubanischen Beziehungen in der Öffentlichkeit zurück.

Porträt vom alten Fidel Castro in Jogginganzug

Bildlegende: Castro traut der US-Politik zwar nicht, begrüsst aber die friedliche Konfliktlösung. Keystone


Fidel Castro bleibt die höchste Instanz in Kuba

3:35 min, aus SRF 4 News aktuell vom 27.01.2015

Kubas langjähriger Machthaber Fidel Castro hat die diplomatische Versöhnung seines Landes mit den USA begrüsst. Er vertraue der US-Politik zwar nicht, aber das bedeute nicht, dass er gegen eine friedliche Lösung von Konflikten sei, zitierte das Staatsfernsehen aus einem Brief Castros.

Als Staatschef habe sein Bruder Raúl im Sinne der ihm vom Parlament und der Kommunistischen Partei übertragenen Verantwortung gehandelt, schrieb der 88-jährige Castro.

Reaktion auf «historischen Schritt»

Der Brief war Castros erste öffentliche Stellungnahme seit der als historisch gewerteten Ankündigung von Mitte Dezember. Ende vergangenen Jahres hatten der sozialistische Karibikstaat und die USA die Normalisierung ihre Beziehungen nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit angekündigt.

Die Verhandlungen dazu wurden in der vergangenen Woche in Havanna aufgenommen. Sie sollen bald in Washington fortgesetzt werden.