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Legal Kiffen In Kalifornien ist Cannabis nun auch als Genussmittel erlaubt

Cannabis-Pflanzen
Legende: Der vermeintliche Goldrausch mit Cannabis in Kalifornien ist gar nicht so goldig. Keystone
  • In Kalifornien ist der Konsum von Cannabis ab heute auch als reines Genussmittel erlaubt.
  • Jeder ab 21 Jahren darf im US-Bundesstaat bis zu 28,3 Gramm Cannabis kaufen und bis zu sechs Cannabis-Pflanzen selbst anbauen.

Mehr als 20 Jahre ist es her, dass Kalifornien als erster Bundesstaat Cannabis für den medizinischen Gebrauch legalisierte. Nun darf es auch ohne Rezept erworben werden. Dies, obwohl die bundesstaatliche Regierung Cannabis weiterhin als illegal deklariert.

Der Handel mit der Droge ist jedoch nur mit einer Lizenz des Bundesstaates und der jeweiligen Kommune erlaubt. Deshalb können Kunden beispielsweise in Los Angeles und San Francisco heute noch kein legales Cannabis kaufen. Dort sind die Behörden noch nicht so weit.

Ein Milliardengeschäft – stets am Rand

Analysten schätzen, dass der Markt 2017 um satte 33 Prozent gewachsen ist. Und im riesigen Bundesstaat Kalifornien geht der Cannabis-Rummel jetzt erst richtig los. Trotzdem gibt es nicht nur Grund zum Feiern.

Denn solange das Bundesgesetz Cannabis verbietet, machen Banken, Versicherer und Finanzdienstleister einen Bogen um Geschäfte mit der Industrie. Für Unternehmer ist es deshalb nicht nur schwer, an Kredite zu kommen. Häufig können sie für ihre Firmen nicht einmal Konten eröffnen.

Dadurch ist der legale Marihuana-Handel mit fast allem, was daran hängt, in den USA bislang nahezu vollständiges «Cash Business» – fast alle Geschäfte werden bar abgewickelt. Das ist ein grosser Nachteil, wie sich nicht zuletzt durch die Brände zeigte, bei denen auch unversicherte Bargeldbestände in Flammen aufgingen. Zudem sind die Geldberge ein Problem, denn Sicherheitsdienste, Tresore und Geldtransporter sind teuer.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst U. Haensler (ErnstU)
    Das Nervengift Alkohol ist immer noch das schädlichste siehe "Schadenspotential Drogen nach Nutt" ( medizinische Studie ).
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  • Kommentar von Nicola Harrison (Nicola Harrison)
    Das Rauchen (Oxydation) ist nicht "die Lösung"; die Pflanze hat jedoch in Darreichungsformen als Tinktur, Öl etc. heilende bzw. Gesundheitspotential
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    War on Drugs war, ist Verlogenheit pur. Wenn Drogen, ob als Medikament, ob als Alles Andere, von den Konzernen 'entdeckt' und industrialisiert werden spielt es doch überhaupt keine Rolle, was diese mit den Menschen machen, welche Kollateralschäden an Körper, Geist, Gesellschaft sie bewirken. Dann noch die Doppelmoral, dass der Staat allem voran am Tabak, am Alkohol verdient und der gleiche Staat für Prävention sorgen muss.
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    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Eigentlich sind hohe Steuern eine Art Praevention.. nur bei Drogen.. und bei Abhaengigkeit.. da hilft es nicht viel.. man "suchtet" auf dem Buckel der Anderen, Familie etc.. und die Gesellschaft hat erst noch die Krankheitsfolgen zu berappen, denn die Steuereinnahmen genuegen dafuer nicht... desshalb Droegelen lassen wer droegelen will und das Problem erledigt sich schnell und Nachhaltig... weil Dealer im offenen Markt keine Chance mehr haben und so keine Kinder mehr abhaengig gemacht werden
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