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International Letzter Appell an Schottland

Grossbritanniens Premier Cameron macht Schottland weitere Zugeständnisse, damit es in der Union verbleibt. In einem gemeinsamen Brief mit der Opposition verspricht er, Schottland könne über die Gesundheitsausgaben selbst entscheiden. Die schottische Regierung hält die Zusage für unglaubwürdig.

Legende: Video «Cameron will Schotten umstimmen» abspielen. Laufzeit 1:24 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.09.2014.

Mehr Selbstbestimmung: Schottland könne in Zukunft selbst über seine Gesundheitsausgaben entscheiden, verspricht Grossbritanniens Premier David Cameron. Die schottische Tageszeitung «Daily Record» veröffentlicht heute einen offenen Brief Camerons. Oppositionsführer Ed Miliband von der Labour Partei und Vizepremier Nick Clegg von den Liberaldemokraten haben ihn ebenfalls unterzeichnet.

Portrait mit David Cameron, Ed Miliband und Nick Clegg.
Legende: Cameron, Miliband und Clegg versprechen Schottland starke Selbständigkeit. Reuters

Schottische Ministerpräsidentin reagiert

Der «Daily Record» drängte «im Namen der schottischen Bevölkerung» zu einer solchen Erklärung. Die Vertreter der drei wichtigsten Parteien hätten ihre Differenzen beiseite gelegt und versprächen nun, Schottland mehr Kompetenzen zukommen zu lassen, vermeldet die Zeitung stolz. Vorausgesetzt, es sage am Donnerstag Nein zur Unabhängigkeit.

Es ist ein letzter Appell, Schottland möge bei der Union verbleiben. Der Landesteil stimmt am Donnerstag darüber ab, ob er sich von Grossbritannien lossagen und einen eigenen Staat gründen will.

Die stellvertretende schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon reagierte auf den offenen Brief und bezeichnete ihn als unglaubwürdig und nicht ausreichend.

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