Einlenken gegenüber EU London will für den Brexit zahlen

  • Die britische Regierung hat erstmals offiziell anerkannt, dass Grossbritannien dazu verpflichtet ist, die Kosten der EU für den Brexit mitzutragen. Das geht aus einer Erklärung des Brexit-Ministeriums an das britische Parlament hervor, die der «Financial Times» vorliegt.
  • Darin heisst es, das Vereinigte Königreich habe Verpflichtungen gegenüber der EU, die über den Austritt hinaus Bestand hätten und beglichen werden müssten.
  • In Brüssel wurde die Passage der «Financial Times» zufolge als verhaltenes Zeichen des Entgegenkommens für die anstehende zweite Verhandlungsrunde am Montag interpretiert.
  • Die Formulierung gehe weiter als die bisherigen Aussagen Londons, zitiert das Blatt einen an den Verhandlungen beteiligten EU-Diplomaten. Ein frühes Scheitern der Gespräche könne damit möglicherweise verhindert werden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Eine geknebelte Regierung ringt mit Brexit

    Aus Echo der Zeit vom 21.6.2017

    Nach der vorgezogenen britischen Parlamentswahl vor knapp zwei Wochen eröffnete Königin Elizabeth II heute die neue Legislaturperiode mit ihrer Thronrede. Das Programm der konservaitven Minderheitsregierung von Premierministerin Theresa May ist mager und von Brexit geprägt.

    Martin Alioth