Malier sollen über Zukunft entscheiden

In Mali sind zwei Soldaten der UNO getötet worden. Islamisten haben sich zu der Tat bekannt. Die UNO verurteilte die Tat scharf. Generalsekretär Ban Ki-Moon rief die Malier auf, heute an der Parlamentswahl teilzunehmen – und so den Friedensprozess zu unterstützten.

Malische Abstimmungshelferinnen nehmen Stimmzettel entgegen. In Mali findet heute die zweite Runde der Parlamentswahl statt. (keystone)

Bildlegende: 6,5 Millionen Malier sollen heute an der zweiten Runde der Parlamentswahl über die Zukunft des Landes bestimmen. Keystone

Französische und afrikanische Truppen haben Nordmali seit Januar weitgehend aus den Händen von radikalen Islamisten und Tuareg-Kämpfern befreit. Kidal ist die einzige Stadt in der Region, die noch von den Rebellen kontrolliert wird.

Dort haben Islamisten am Samstag zwei senegalesische Blauhelmsoldaten getötet. Sieben weitere Blauhelme sowie vier malische Soldaten wurden verletzt.

Der malische Verteidigungsminister sagte zur Tat, eine Autobombe sei vor einer Bank detoniert. Die Soldaten hätten das Gebäude bewacht.

Weiterer Schritt aus der Krise

Der UNO-Sicherheitsrat hat den Anschlag auf Blauhelmsoldaten im Norden Malis aufs Schärfste verurteilt. Generalsekretär Ban Ki-Moon rief die Bevölkerung Malis auf, den Friedensprozess des Landes zu unterstützen, indem sie heute an der zweiten Runde der Parlamentswahl teilnehmen.

Im ersten Wahlgang hatten nur 20 der insgesamt 1080 Kandidaten eine absolute Mehrheit erzielt und sich einen der 147 Sitze im Parlament gesichert. Nun müssen die restlichen 127 Sitze vergeben werden. Ein Ergebnis wird bis Ende kommender Woche erwartet.

Die Abstimmung soll das westafrikanische Land wieder auf den Weg der Demokratie bringen. Seit September versucht Ibrahim Boubacar Keita als neuer Präsident, das Land aus der Krise zu führen.