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International Mehrere IKRK-Mitarbeiter in Donezk wieder frei

Sie können ihre Hilfsarbeit in Donezk nun aufnehmen: Die neun IKRK-Mitarbeiter, welche pro-russische Aktivisten vergangene Nacht gefangen genommen haben, sind wieder frei.

Karte der Ostukrain
Legende: Karte der Ostukraine: In Luhansk und Donezk soll am Sonntag über die Unabhängigkeit abgestimmt werden. SRF

Pro-russische Kräfte haben in der vergangenen Nacht in Donezk mehrere Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in ihre Gewalt gebracht. Nach Angaben eines IKRK-Sprechers handelte es sich dabei um acht Ukrainer und einen Schweizer. In Medienberichten war zudem von einem Franzosen die Rede.

Mitarbeiter unter Spionageverdacht

Die Mitarbeiter hätten Medikamente und persönliche Dinge behalten, sagte der Sprecher weiter. Sie würden nun in der unruhigen Region ihre humanitäre Arbeit aufnehmen und eine «medizinische Einschätzung» vorbereiten.

Ein Sprecher der selbsternannten «Volksrepublik Donezk» hatte der Nachrichtenagentur AFP gesagt, die IKRK-Mitarbeiter seien unter Spionageverdacht festgenommen worden. Örtliche Medien hatten von der Festnahme von sechs Einheimischen und einem Franzosen berichtet.

Im Gebiet Donezk wollen moskautreue Kräfte am Sonntag in einem Referendum über eine Abspaltung von Kiew abstimmen lassen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Schon bemerkenswert, wie die "grosse Koalition" zwischen eher linksgerichteten (Flükiger) und eher rechtsgerichteten Anhängern (Waeden) - noch deutlicher: zwischen SP- und SVP-Sympathisanten - hier im Forum immer wieder spielt, solange es gemeinsam gegen den "bösen" Westen geht. - @E. Waeden: Bevor Sie wieder wütend antworten, sei noch dies gesagt: Könnte es nicht sein, dass das IKRK auch deshalb Ukrainer wollte, weil diese eben vom Land selber sind und auch Rusisch sprechen?
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    1. Antwort von Urs Schmidlin, Riehen
      @Juha Stump Ich denke dies ist tendenziell richtig (Pauschalisierungen wären aber verkehrt): "Schon bemerkenswert, wie die "grosse Koalition" zwischen eher linksgerichteten (Flükiger) und eher rechtsgerichteten Anhängern (Waeden) - noch deutlicher: zwischen SP- und SVP-Sympathisanten - hier im Forum immer wieder spielt, solange es gemeinsam gegen den "bösen" Westen geht. Was mich an Kommentaren auch stört ist der offenen demonstrierte Zynismus. Mit dieser Bemerkung will ich niemanden beleidigen.
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @J. Stump: Ist das nicht ein Widerspruch? Wenn ich eher für Russland bin, müsste ich ja dann SP wählen, oder nicht?:-) Doch Fakt ist, dass ich sehr geerdet ziemlich in der Mitte stehe & deshalb ganz objektiv beurteile & betrachte. Aber betreffend IKRK hat es gestern eine kurze Mitteilung gegeben, dass diese Meldung eine Falschmeldung gewesen ist & die Aktivisten KEINE Mitarbeiter festgehalten hätten, was ich ja auch nicht goutierte. Generell Geiselnahmen inkl. Gewalt ist zu verurteilen.
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  • Kommentar von Urs Schmidlin, Riehen
    Die Süddeutschen Zeitung berichtet wie die russlandfreundlichen bzw. von Russland gesteuerten Kräfte in der Ost-Ukraine vorgehen: "Entführungen, Folterungen, Morde - die Separatisten im Osten der Ukraine scheuen vor keinem Mittel zurück, um politische Gegner und unabhängige Berichterstatter einzuschüchtern. Die Beispiele sind mannigfaltig". Die Reportage von Florian Hassel betitelt mit "Konflikt in der Ukraine" - "Schreckensherrschaft in der Volksrepublik Donezk" findet man im Netz.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    @Waeden: Wetten, dass diesmal der heisse Draht von Moskau aus, sofort "gespielt" hat? Nach dem Machtwechsel von Kiew, den man noch gutheissen kann, haben die USA und die EU weiter Oel ins Feuer geschüttet und den Ukrainern Hoffnungen gemacht, die niemals eingehalten werden (können). Aber darum geht es ja auch nicht, man will nur den Putin als Depp hinstellen - solange dies auf Kosten der ukrainischen Bevölkerung geht, schert das in Washington und Brüssel niemanden: Snowden lässt grüssen!
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