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International Mindestens 21 Bergsteiger kommen in Nepal ums Leben

Auf einer Himalaya-Tour in Nepal sind mindestens 21 Bergsteiger gestorben, als sie von einem Schneesturm überrascht wurden. Zu weiteren mehr als 100 Bergsteigern, die in der gleichen Region unterwegs sind, haben die Rettungskräfte den Kontakt verloren.

Nebelverhangene Berge mit Blick in ein Tal
Legende: Ungewöhnlicher Wintereinbruch fordert Todesopfer: Gebirge rund um den Berg Annapurna in Nepal. Keystone

Mindestens 12 ausländische Bergsteiger und neun einheimische Führer kamen gestern Dienstag im Gebiet des 8091 Meter hohen Berges Annapurna in Nepal ums Leben. Sie wurden von einem Schneesturm überrascht, der plötzlich aufzog. Laut Angaben der nepalesischen Rettungskräfte kamen die ausländischen Todesopfer aus Polen, Israel, Kanada, Vietnam und Indien.

Mögliche weitere Todesopfer sind derzeit nicht auszuschliessen. Zwar konnten 60 Wanderer gerettet werden, die im gleichen Gebiet unterwegs waren. Zu mehr als hundert Bergsteigern sei der Kontakt aber abgerissen, wie ein örtlicher Behördensprecher mitteilt: «Zu einigen konnten wir keinen Kontakt herstellen, weil die Telefonverbindungen durch den heftigen Regen und Schnee in der Region unterbrochen waren.» Man habe aber erfahren, dass sich die meisten auf dem Rückweg befänden. Einsatzkräfte seien auf dem Weg, um den Wanderern zu helfen.

Wintereinbruch im Oktober ist ungewöhnlich

Der Wintereinbruch ist für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich und hängt laut Meteorologen mit dem Zyklon "Hudhud" zusammen, der vor einigen Tagen auf Indien traf. Schon am Montag hatte eine Lawine drei nepalesische Yak-Hirten im Distrikt Manang mitgerissen. Zwei von ihnen konnten laut Polizei nur noch tot geborgen werden, der dritte sei noch nicht gefunden worden.

Die zwei- bis dreiwöchige Annapurna-Runde gehört zu den Himalaya-Klassikern, vor allem im Frühjahr und jetzt im Oktober sind zahlreiche Wanderer darauf unterwegs. Als das Wetter umschlug, waren nach offiziellen Angaben gerade 168 Wanderer auf dem Weg zum Thorang-Pass (5416 Meter), dem höchsten Punkt der Route.

Auch eine zehnköpfige Schweizer Gruppe befand sich in dem Gebiet. Die Bergsteiger seien aber in Sicherheit und sollen in den nächsten Tagen aus der Region ausgeflogen werden, teilte der Reiseveranstalter Globetrotter am Mittwoch mit.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Desiree Zenger, Luzern
    Verurteilen ist hier vollkommen unnötig, zeigt mal etwas Anstand und Herz. Mein Freund der in Nepal / Kathmandu eine Lodge betreibt, bietet auch Touren an, er war bei diesem Ereignis auch gerade auf Tour in dem Gebirge. Heute hab ich zum Glück wieder von Ihm gehört, Ihm geht es soweit gut, aber einige seiner Freunde haben nicht überlebt, wir trauern gemeinsam um sie. Ich werd auf jeden Fall als *Miteri* immer für Ihn da sein.
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  • Kommentar von elize naude, berg
    @ ernst jacob... das ist jetzt nicht ihr ernst oder? wenn sie mal ein unfall hat... was niemand wünschen... wäre sie froh um die rega!!!!
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    oh, Wanderer nennt man sie heute gar, ich bin sicher, die Rega würde sofort ihre Flieger schicken, wären Schweizer dabei, um die vom Schneesturm so überraschten Wanderer so schnell als möglich, kostenlos, nach Hause zu holen. Hoffentlich hatten sie wenigstens wanderer-taugliche Anzüge und Schuhwerk bei sich. Die spinnen die Römer, und jeder spinnt mit...
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    1. Antwort von Hans Fürer, Au-ZH
      Spott und Anschuldigkungen sind unnötig, denn zu dieser Jahreszeit ist die Wetterlage normalerweise sicher, wettermässig kein grösseres Risiko als im Oktober auf schweizerischen Bergwegen. Ich selbst habe die Thorong-La Runde schon zweimal gemacht und nur gut ausgerüstete Trekker angetroffen. Aus dem Bericht geht leider nicht hervor, ob der Schneesturm nur Trekker betroffen hat, oder auch echte Bergsteiger am 8091 m hohen Annapurna. Für jene kann ich nicht reden.
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    2. Antwort von Simon meier, Stäfa
      Ich kann Ihren gehässigen Kommentar nicht verstehen. Zur Richtigstellung: Die vom Schneesturm überraschten Personen befanden sich auf dem Annapurna Circuit, einer Trekkingroute die im Schwierigkeitsgrad mit einer Überschreitung der Greina Hochebene vergleichbar ist. Welcher Ausdruck wäre dafür Ihrer Meinung nach zutreffender als "wandern"? Mein grösstes Mitgefühl gilt den Betroffenen und Ihren Angehörigen.
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    3. Antwort von Werner Braun, Aarau
      frau Meier wer zum Militär geht lehnt töten und muss unter Umständen mit seinem tot rechnen, wer auf Berge steigt weiss das er sich in Gefahr begibt und kann sterben. Mitgefühl ist hier nicht angebracht, wenn sie Mitgefühl zeigen wollen unterstützen Sie Kriegsflüchtlinge, die können nichts für Ihre diktatoren.
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    4. Antwort von Pascal Meier, Hinwil
      Herr Fürer, Herr Braun, bitte benutzen Sie ihr Auto nicht mehr! Es ist zu gefährlich! Täglich sterben Menschen ausserhalb Ihres Hauses. Die WANDERROUTEN in dieser Gegend sind sehr sicher, es gibt Flughäfen in Manang und Jomson und die Höhe ist nicht so gefährlich da man jederzeit absteigen kann. Man kann sich fast nicht verlaufen. Die Schneefälle sind ein tragisches Unglück. Das passiert auch in der sicheren Schweiz (dieses Jahr ist ja z.B. ein Zug der RHB abgestürzt).
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