Mugabe tritt siebte Amtszeit an

Simbabwes umstrittener Langzeit-Präsident Robert Mugabe steht für weitere fünf Jahre an der Spitze des südostafrikanischen Landes. Der autoritär regierende Staatschef wurde in Harare vereidigt und tritt seine siebte Amtszeit an. Die Opposition spricht von «Diebstahl».

Robert Mugabe ist vereidigt. Er regiert Simbabwe seit 33 Jahren. 50'000 Menschen, darunter afrikanische Regierungschefs, nahmen an der Feier teil.

Mugabe.

Bildlegende: Mugabe führt das Land diktatorisch. Keystone

«Nichtswürdige Leute»

Mugabes Gegenkandidat Morgan Tsvangirai und seine Partei boykottierten die Feier. «Die Wahlen wurden uns gestohlen, und jetzt feiern die Diebe», so ein Sprecher. Mugabes

Herausforderer war gegen die Resultate vor Gericht gezogen, hatte die Klage aber zurückgezogen, da die Behörden Dokumente nicht herausgeben wollten. Offiziellen Angaben zufolge hat der 89-Jährige die Wahl mit 61 Prozent der Stimmen gewonnen.

Bürgerrechtsorganisationen bemängelten schon vor der Abstimmung, dass sich eine Million Bürger nicht in den Wählerlisten wiederfinden würden. Westliche Staaten und die UNO haben Zweifel an der Legalität der Wahl geäussert. Bei der Zeremonie wies Mugabe die Kritik «nichtswürdiger Leute» im Westen zurück.