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Mutmasslicher Giftgasangriff OPCW-Experten nehmen Proben in Duma

  • Die Chemiewaffenexperten der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) haben mit der Untersuchung des mutmasslichen Giftgasangriffes im syrischen Duma begonnen.
  • Das Team habe in der Stadt bei Damaskus Proben genommen, die in den Niederlanden analysiert werden sollen, teilt die OPCW mit.
  • Die Experten hatten zuvor tagelang auf den Einsatz warten müssen.
Duma.
Legende: Die Experten der OPCW sind für Untersuchungen nach Duma gelassen worden. Keystone

Als Grund für die Verzögerung der Untersuchung wurden Sicherheitsprobleme genannt. Der Westen vermutet jedoch, die syrischen Regierung und ihre Schutzmacht Russland wollten die Untersuchung verschleppen.

Westliche Länder beschuldigen die syrische Staatsführung, in der Rebellen-Bastion Duma international geächtete Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Bei dem Angriff wurden nach Angaben örtlicher Helfer mindestens 40 Menschen getötet. Kurz darauf willigten die Rebellen in einen Abzug aus der Stadt ein.

In der Nacht zum 14. April bombardierten die USA, Frankreich und Grossbritannien mehrere Standorte der syrischen Chemiewaffenproduktion, um die syrische Führung am weiteren Einsatz dieser Waffen zu hindern. Syrien und sein Verbündeter Russland warfen dem Westen daraufhin Bruch des Völkerrechts vor.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    in Damaskus Chemieproben zu entnehmen ist eine sehr überzeugende Handlung. Denn sollte es stimmen, dass sie dort vor wenigen Tagen eine zerstört hätten,wären auch noch Proben vorhanden, was in der Fabrik für Chemikalien verwendet wurden.
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  • Kommentar von markus aenishaenslin (aenis)
    Wenn es dem Westen wirklich ernst wäre hätten Sie die 150 Millionen Aktionen zur Verbesserungen der Infrastruktur in den verschieden Flüchtlingslager rund um Syrien eingesetzt. Lieber ein Schrecken mit einem Ende mit Assad, als ein Schrecken ohne Ende mit einem west unterstützen...?
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Ich vermute, dass die OPCW jetzt nichts mehr finden wird. Die Zeit war lang um jegliche Beweise zu vernichten. Es hat der Glaubwürdigkeit der Russen und dem Assad Regime sehr geschadet. In der UNO sitzen anscheinend nur unfähige Diplomaten ohne Zivilcourage.
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    1. Antwort von Hans Klein (HansKlein)
      Vermutlich haben die Russen dann auch die über 40 Leichen, 500 Verletzten und Tausende weiterer Zeugen "vernichtet", oder? Und die Giftgas-Produktionsstätte in Douma haben die Russen vermutlich auch innert weniger Stunden inszeniert. Auch die Dutzenden Interviews mit Einwohnern, die von den Gräueln der "Rebellen" berichten aber von keinem Giftgasangriff auch nur gehört haben (in ca. 100-200m Umkreis), sind sicher "ge-faked". Schon geniale Lügen-Propagandisten, diese Russen, oder? Unglaublich!!
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    2. Antwort von Peter Amthauer (Peter.A)
      @Herr Hochuli Ich habe gelesen, dass es sehrwohl auch nach mehr als zwei Wochen noch möglich ist, den Einsatz von Giftgas nachzuweisen. Als Abbauprodukt im Boden und Gebäuden, wie auch durch Blutproben bei Menschen. Lesen Sie einfach was darüber. MfG
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